Maifeier

1. Mai in Baden – «Berufliche Vorsorge nicht als Versuchslabor»

Rund 200 Personen, darunter teils ganz Junge, zogen zur Feier des 1. Mai durch Badens Strassen. «Der Tag der Arbeit ist unser Tag», sagte SP-Nationalrat Max Chopard-Acklin und geisselte die «nimmersatten Finanzjongleure und Abzocker».

Der kleine Louis war ganz ungeduldig und rollte mit seinem Bobby-Car bereits ein paar Meter voraus, als sich der 1. Mai-Umzug bereitstelle auf dem Badener Bahnhofplatz. Dort übte Max Chopard als Wortführer am Megafon harsche Kritik an den Anstellungsbedingungen für die Beschäftigten im Café Himmel, ehe er mit Sirenengeheul das Zeichen zum Abmarsch gab.

Rund 200 Personen, vorneweg wie angekündigt die als Verein neu gegründeten «Roten Falken», gefolgt von den Jusos mit Cédric Wermuth, über engagierte Künstler, bis hin zu einem kleinen schwarzen Block, zogen los durch die Strassen von Baden und skandierten Kampfparolen für gleichen Lohn und soziale Sicherheit. Die teils staunenden Passanten, die den freien Tag genossen, fragten sich deshalb vereinzelt: «muss das so laut sein».

Zurück auf dem Bahnhofplatz hiess erst anstehen, um sich verpflegen zu können, ehe dann Max Chopard das Wort ergriff. Der Gewerkschaftssekretär bezeichnete es als «Ehre», seine erste 1. Mai-Ansprache als Nationalrat in Baden halten zu dürfen, wo er als Maschinenschlosser den Strukturwandel in der Industrie «hautnah» erlebte. Die Wirtschaftskrise sei durch «nimmersatte Finanzjongleure und Abzocker» ausgelöst worden, meinte Chopard und betonte: «Die berufliche Vorsorge ist eine Sozialversicherung und kein Versuchslaber für Spekulanten». (atp)

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