1. Mai
1. Mai in Aarau – Linke marschieren gegen die Krise

Gut hundert Personen marschierten beim 1.-Mai-Umzug des Aargauer Gewerkschaftsbundes (AGB) und der SP mit. Man bekam den Eindruck, dass fast eben so viele Polizisten im Einsatz waren, um die Strassen zu sperren und für Sicherheit zu sorgen.

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Aargauer Zeitung

Andrea Marthaler

Auf Transparenten forderten die Kundgebungsteilnehmer, aktiv gegen die Krise zu werden. Auch in den Reden auf dem Kirchplatz drehte sich alles um die Krise. «Die Regierung will uns weismachen, dass alles halb so schlimm ist. Wir von der SP werden als Panikmacher hingestellt», ereiferte sich Beat Blattner, Vizeammann von Aarau. Der Präsident des AGB und Grossrat, Kurt Emmenegger, prophezeihte, dass als Folge der Wirtschaftskrise in der Schweiz sieben Milliarden Franken Kaufkraft wegfallen werden und so auch die bisher wenig betroffene Binnenwirtschaft hineingezogen wird. «Bis 2010 werden wir 220 000 Arbeitslose haben.»

Blattner forderte, dass der Staat für alle da ist, nicht nur für diejenigen, die aus Profitgier falsch kalkuliert haben und nun gerettet werden müssen. Die Politik von Finanzminister Merz stösst ihm sauer auf: «Obszön hohe Boni werden gesichert und die Steuerzahler müssen toxische Papiere bezahlen.»