Statistik

Weniger Einbrüche, mehr Betrügereien: So kriminell war die Schweiz 2019

2019 wurden weniger Einbrüche als 2018 registriert. (Symbolbild)

2019 wurden weniger Einbrüche als 2018 registriert. (Symbolbild)

Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) ist die Zahl der Einbrüche 2019 gesunken. Seit dem Rekordjahr 2012 sind die Straftaten um etwas mehr als die Hälfte zurückgegangen.

(dpo) 2019 wurden schweizweit 36'419 Einbruch- und Einschleichdiebstähle registriert. Das sind 6,3 Prozent weniger als 2018 und halb so viele wie 2012, als der höchste Wert seit 2009 registriert wurde. Dies geht aus einer Mitteilung des BFS vom Montag hervor.

Gestiegen im Vergleich zum Vorjahr (+ 1,5 Prozent) ist hingegen die Zahl der bei der Polizei gemeldeten Fahrrad- und E-Bike-Diebstähle. 2019 wurden 4423 E-Bikes gestohlen. Die Betrugsstraftaten sind um 8 Prozent auf 17'606 gestiegen. Laut dem Bundesamt handelt sich um den höchsten Wert seit der Revision der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Dieser Anstieg könnte auf die zunehmende Verbreitung der digitalen Kriminalität zurückzuführen sein, mutmasst das BFS.

2019 wurden 46 vollendete Tötungsdelikte polizeilich registriert. Seit der PKS-Revision im Jahr 2009 wurden pro Jahr durchschnittlich 25 vollendete Tötungsdelikte im häuslichen Bereich verzeichnet; 2019 waren es 29. Bei 14 dieser 29 Todesopfer handelte es sich um Frauen, die durch häusliche Gewalt innerhalb einer Partnerschaft gestorben sind, und bei 9 um Kinder, die von einem Elternteil getötet wurden.

Leichter Anstieg der schweren Gewaltstraftaten

Die schweren Gewaltstraftaten machten letztes Jahr insgesamt 3,4 Prozent (1531 Straftaten) aller Gewaltstraftaten aus, im Vorjahr 2018 waren es 106 Straftaten weniger. Sie betreffen mehrheitlich die schwere Körperverletzung (637) und die Vergewaltigung (679). Die Gesamtzahl aller Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner erhöhte sich von 5,2 im Jahr 2018 auf 5,3 im Jahr 2019.

Betrachtet man die Staatszugehörigkeit der gemäss Strafgesetzbuch polizeilich registrierten Personen, so ist die Zahl der Beschuldigten sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (+3,4 Prozent auf 39'904 Beschuldigte) als auch bei den ausländischen Personen der ständigen Wohnbevölkerung gestiegen (+2,8 Prozent auf 25'859 Beschuldigte). Die Zahl der Beschuldigten aus dem Asylbereich (3163, –12,3 Prozent) und derjenigen aus der nichtständigen Wohnbevölkerung (12'783, –1,6 Prozent) ist hingegen gesunken.

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