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Weiteres Todesopfer: Lawine verschüttet zehn Freerider in Verbier

Eine Lawine hat am Montag oberhalb von Verbier zehn Skifahrer mitgerissen. Ein Brite starb, eine weitere wurde verletzt. Bereits am Sonntag war ein Skifahrer tödlich in die Tiefe gestürzt.

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Ausgelöst hatte die Lawine ein einzelner Skifahrer. Am Ende wurden zehn Personen von den Schneemassen verschüttet.

Ausgelöst hatte die Lawine ein einzelner Skifahrer. Am Ende wurden zehn Personen von den Schneemassen verschüttet.

KAPO VS

(rwa) Kurz vor 10.30 Uhr befuhr ein Skifahrer ein Couloir abseits der Piste unterhalb des Gebiets «Attelas». Dabei löste sich Schneemasse und riss den Mann sowie eine weitere Person mit, die sich weiter unten aufhielt. In der Folge verschüttete die Lawine acht weitere Skifahrer, wie die Kantonspolizei Wallis in einer Mitteilung schreibt.

Den Rettungskräften gelang es, die verschütteten Skifahrer aus den Schneemassen zu befreien. Ein 38-jähriger in Verbier wohnhafte Brite starb noch auf der Unfallstelle. Ein Skifahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Spital nach Sitten geflogen.

Nicht einziger tödlicher Unfall

Am Sonntag war bereits ein 46-jähriger Skifahrer abseits der Piste in Verbier tödlich verunfallt. Er war bei Nebel und Schneetreiben über ein Felsband abgestürzt. Der im Kanton Waadt wohnhafte Schwede hatte kurz vor 10.30 Uhr im Gebiet «Lac des Vaux» die Skipiste verlassen.

Seine Kinder setzten die Abfahrt auf der Piste fort. Als ihr Vater nicht am vereinbarten Treffpunkt erschien, alarmierten sie gemäss Polizeiangaben den Rettungsdienst. Bei der Suche fanden die Einsatzkräfte den Skifahrer 80 Meter unterhalb jener Stelle, an der er die Piste verlassen hatte. Ein Helikopter flog den Mann ins Spital Sitten. Dort erlag er gegen Abend seinen Verletzungen.