Die Geräte sollen zur Auswertung nach Frankreich geschickt werden, teilte die komorische Ermittlungskommission in Moroni mit. Möglicherweise geben sie Aufschluss über die bislang ungeklärte Absturzursache.

Zuerst war der Flugdatenschreiber geborgen worden, anschliessend das zweite Aufnahmegerät, das die Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Die Ermittler hatten bereits wenige Tage nach dem Absturz Signale der Flugschreiber entdeckt. Es war dann aber sehr aufwendig gewesen, den genauen Ort in 1200 Metern Tiefe auszumachen und die Geräte zu bergen.

Die A310 der Fluggesellschaft Yemenia war am 30. Juni im nächtlichen Landeanflug auf die Inselhauptstadt Moroni abgestürzt. Die Maschine entsprach nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften und war nur ausserhalb Europas im Einsatz.

Ein junges Mädchen hatte als einzige das Unglück überlebt. Die meisten Passagiere waren Komoren oder Franzosen mit komorischen Wurzeln, die in den Ferien ihre Verwandten besuchen wollten. Jemenitische und französische Experten helfen den komorischen Unfallermittlern.