Schweinegrippe - Schweiz

Zweiter Fall von Schweinegrippe in der Schweiz bestätigt

Frau an Schweinegrippe erkrankt und im Inselspital Bern isoliert.

Inselspital Bern

Frau an Schweinegrippe erkrankt und im Inselspital Bern isoliert.

In der Schweiz ist ein zweiter Fall von Schweinegrippe bestätigt worden. Die 24-jährige Patientin wurde im Berner Inselspital isoliert. Die Frau war von einer Reise aus Mexiko und den USA zurückgekehrt.

Ihr Gesundheitszustand sei gut und sie könne das Spital bald verlassen, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit. Laut dem Berner Kantonsarzt Hans Gerber wird dies voraussichtlich am Wochenende der Fall sein.

Die Bernerin war in Mexiko in den Ferien und flog in der Nacht auf den vergangenen Sonntag via New York nach Zürich zurück. Als sie am Montag um die Mittagszeit Grippesymptome verspürte, wurde sie auf Anraten des BAG in ärztliche Behandlung überwiesen.

Am Mittwoch wurde die Frau laut Gerber vorsorglich ins Inselspital eingeliefert und isoliert. Am Donnerstag bestätigte das nationale Referenzzentrum für Influenza in Genf den Verdacht auf Schweinegrippe. Die Patientin wird mit Tamiflu behandelt.

Vorsorglich ebenfalls mit Tamiflu behandelt werden vier Personen aus dem engsten Umfeld der Patientin, wie Gerber weiter sagte. Obwohl diese Angehörigen klinisch gesund seien, sei ihnen empfohlen worden, in den kommenden Tagen zu Hause zu bleiben.

Betroffen sind vier Erwachsene aus zwei Haushaltungen, darunter der Haushalt, wo auch die 24-jährige Schweinegrippe-Patientin lebt. Weitere Massnahmen sind laut dem Berner Kantonsarzt nicht nötig, weil die Patientin auf ihrer Heimreise menschlichem Ermessen nach noch nicht ansteckend gewesen sei.

Schweinegrippe war Ende April bereits bei einem jungen Mann im Kanton Aargau diagnostiziert worden. Auch er hatte nach der Rückkehr aus Mexiko über Grippesymptome geklagt und war vorübergehend im Kantonsspital Baden isoliert worden. Er ist inzwischen wieder gesund.

Obwohl es sich bereits um den zweiten bestätigten Schweinegrippe-Fall handle, bestehe für die Schweizer Bevölkerung momentan kein erhöhtes Risiko, betonte das BAG. Allerdings steige mit einer steigenden Anzahl bestätigter Fälle auch das Risiko, die Krankheit in die Schweiz einzuschleppen.

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