Yvonne Roth
Zweitbeste Floristin der Welt: «Eine der Aufgaben war sehr exotisch»

Yvonne Roth vom Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen wurde in Schanghai zur zweitbesten Floristin der Welt gekürt. Im Interview erklärt Sie, weshalb ihr ein Veloreifen bei diesem Erfolg geholfen hat.

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Yvonne Roth

Yvonne Roth

Zur Verfügung gestellt

Von Sandro Zimmerli

Yonne Roth, als beste Schweizer Floristin sind Sie nach Schanghai an die Olympiade gereist und als zweitbeste der Welt zurückgekehrt. Wie erreicht man einen solchen Erfolg?
Yvonne Roth: Mit Ehrgeiz und Wille. Vor allem aber mit einer guten Vorbereitung. Zudem muss man bereit sein, Neues dazuzulernen. Wichtig ist auch, dass man mit offenen Augen durch die Welt läuft und sich von der Kunst oder der Architektur inspirieren lässt.

Sie haben sich intensiv vorbereitet. Wurden Sie von keiner der Wettbewerbsaufgaben überrascht?
Ich war auf alles gefasst. Im Vorfeld habe ich alle bisherigen Weltcups genau analysiert. Es hat sich dann aber gezeigt, dass man noch so gut vorbereitet sein kann, irgendetwas Überraschendes geschieht immer. Besonders eine der Überraschungsaufgaben war sehr exotisch. Damit konnte ich aber gut umgehen.

Welche Aufgaben mussten Sie erfüllen?
Der Wettbewerb war zweigeteilt. Drei Aufgaben mussten im Vorfeld gelöst werden. In Schanghai selber standen dann die Überraschungsarbeiten auf dem Programm. Auf der Bühne musste ich einen Strauss zusammenstellen. Das gehört zur täglichen Arbeit einer Floristin und war nichts Besonderes. Wesentlich spezieller war es dagegen, ein Gesteck zu kreieren. Uns standen verschiedene für China typische Gegenstände, wie Veloreifen, Sonnenschirme oder Lampions zur Verfügung. Diese mussten wir dann in das Gesteck einarbeiten.

Mit Veloreifen zu arbeiten ist aussergewöhnlich. Welche anderen Erfahrungen nehmen Sie für Ihren weiteren beruflichen Weg mit?
Natürlich arbeitet man nicht jeden Tag mit so vielen guten Floristen zusammen. Ich konnte mich mit vielen Leuten austauschen und Kontakte knüpfen. Man hat sich gegenseitig mit Tipps und Tricks ausgeholfen. Der Wettbewerb war sehr lehrreich.

Es herrschte eine gute Stimmung unter den Konkurrenten?
Auf jeden Fall. Es war eine freundschaftliche Atmosphäre. Jeder hat sich für die Arbeiten des anderen interessiert.

Und wie war es mit den Pflanzen und Blumen zu arbeiten, waren Ihnen diese vertraut?
Das Sortiment in China ist sehr klein. Es werden vornehmlich Orchideen, Rosen oder Chrysanthemen verwendet. Also im Grunde alles Blumen, die wir auch bei uns kennen. Von daher war das nichts Spezielles.

Bei der vielen Arbeit, haben Sie überhaupt etwas von Schanghai gesehen?
Ich habe nur den Weg vom Hotel in die Blumenhalle gesehen und ein wenig von der Umgebung in unserem Viertel. Dort steht übrigens das zweithöchste Gebäude der Welt. Das konnten wir besichtigen. Aber um Schanghai kennen zu lernen, müsste ich dort Ferien verbringen.

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