Namibia

Zwei Kinder einer Schweizer Familie in Namibia erstochen

EDA-Sprecher Andreas Stauffer (Archiv)

EDA-Sprecher Andreas Stauffer (Archiv)

Bei einer brutalen Bluttat in Namibia haben ein Schweizer und seine Ehefrau ihre beiden Kinder und eine weitere Verwandte verloren. Ein Mann erstach die Opfer mit einem Messer. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um den Ex-Freund einer Schwester der Frau.

Der Schweizer und seine aus Namibia stammende Frau waren zur Zeit des Überfalls am Sonntagabend nicht in ihrem Haus in der Ortschaft Outjo zuhause, wie Medien berichteten. Ihre beiden Kinder hatten sie in ihrem Haus in Obhut zweier Schwestern der Frau zurückgelassen.

Die beiden Frauen hätten plötzlich Lärm aus dem Kinderzimmer gehört, berichteten Medien. Als eine von ihnen zum Rechten schauen wollte, entdeckte sie, wie ihr Ex-Freund mit einem Messer auf die schlafenden Knaben einstach. Als sie ihn davon abhalten wollte, griff der Mann sie ebenfalls an und stach auf sie ein, bis sie starb.

Als die zweite anwesende Frau fliehen wollte, griff der Mann auch sie an. Diese Frau, die ein Kind erwartet, wurde lebensgefährlich verletzt. Nach der Tat zündete der Mann das Haus an. Der mutmassliche Täter wurde kurz danach auf der Strasse gefasst.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat Kenntnis von dem Fall. Das EDA wisse von dem Tötungsdelikt mit drei Todesopfern, darunter zwei Schweizer Bürgern, sagte Sprecher Andreas Stauffer auf Anfrage. Die Angehörigen würden im Rahmen des konsularischen Schutzes betreut.

Der Schweizer Familienvater führt gemäss einem Bericht der NZZ in Outjo ein Bauunternehmen. Der jüngere der beiden getöteten Buben war gerade sechs Monate, der ältere drei Jahre alt.

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