Egerkingen

Zwangsheirat war kein Thema

Das Mädchen geht in der Kreisschule Gäu zur Schule.

Kreisschule Gäu

Das Mädchen geht in der Kreisschule Gäu zur Schule.

Das 14-jährige Mädchen aus Egerkingen, das seiner Klassenlehrerin von einer ihm drohenden Zwangsheirat erzählte, hat zugegeben, die Geschichte erfunden zu haben.

In Aufarbeitung der Probleme um eine mögliche Zwangsheirat und auf Grund der widersprüchlichen Medienberichte fand am Mittwoch - unter der Leitung des Schuldirektors der Kreisschule Gäu - ein klärendes Gespräch statt, das zu einem Abschluss der Angelegenheit führte.

Am Gespräch nahmen das betroffene Mädchen, seine Eltern, ein Freund der Eltern und die Klassenlehrerin teil, teilt die Kreisschule Gäu mit. Das Gespräch wurde protokolliert und von allen Teilnehmern unterzeichnet.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wird in diesem Protokoll festgehalten, dass eine «Zwangsheirat» «nie» ein Thema war. Eine besondere Drucksituation der Schülerin sei Auslöser der ganzen Geschichte gewesen.

Die Schülerin bereue es und habe sich - speziell bei ihrer Klassenlehrerin dafür entschuldigt, «den Ausgangspunkt einer Geschichte gesetzt zu haben, die sie in der Folge nicht mehr kontrollieren konnte». Sie wird nun bei der Aufarbeitung dieser Angelegenheit von der Schule unterstützt und auch externe Hilfe beanspruchen.

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