In einer Pressemitteilung nimmt die SVP des Bezirks Zurzach Stellung zur künftigen Stromversorgung im Allgemeinen und zum Ersatz der Kernkraftwerke Beznau im Besonderen.

Die SVP des Bezirks Zurzach beschreibt die Sicherstellung der Stromversorgung als ein zentrales Anliegen. Die Partei verweist darauf, dass im Zurzibiet jährlich über 16000 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Verglichen mit dem gesamten Stromverbrauch der Schweiz entspreche dies rund 30 Prozent. Die Stromwirtschaft sei für das Zurzibiet sowohl als Arbeitgeber wie auch als Auftraggeber sehr wichtig, schreibt die SVP Zurzach. «Eine sichere, günstige und umweltfreundliche Stromversorgung für die Bevölkerung und für die Wirtschaft ist ein Standortvorteil der Schweiz. Eine Versorgungslücke muss deshalb mit konsequentem Handeln verhindert werden. Es sind neue Kernkraftwerke an den bisherigen Standorten zu planen und zu bauen, um die bestehenden Anlagen am Ende ihrer Lebensdauer zu ersetzen. Die entsprechenden Bewilligungsverfahren sind ohne ideologische Scheuklappen durch zu ziehen.»

Für die SVP des Bezirks ist genügend preiswerte Elektrizität «ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Wohlstand». Sie lehnt deshalb neue oder höhere Abgaben und Gebühren, welche den Strom verteuern, ab. Ebenfalls abgelehnt werden der Missbrauch der Strommarktliberalisierung für Preiserhöhungen sowie Subventionen oder andere staatliche Eingriffe, welche dazu dienen, einzelne Produktionsarten zu bevorzugen. Die Bezirks-SVP stellt die Forderung auf, die steigende Nachfrage sei durch den verstärkten Ausbau der inländischen Produktion zu befriedigen. Die Idee zusätzlicher Stromimporte lehnt sie aufgrund fehlender Netzkapazität und insbesondere einer gefährlichen Abhängigkeit vom Ausland und von den internationalen Marktpreisen ab.

SVP zu erneuerbaren Energien

Die SVP des Bezirks Zurzach sieht den aktuellen Strommix aus rund 55 Prozent Wasserkraft und 40 Prozent Kernkraft aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften bei den Faktoren Preis, Verfügbarkeit, Unabhängigkeit und Umweltfreundlichkeit auch in Zukunft als tragende Säule der Schweizer Stromversorgung. Gleichzeitig begrüsst die Partei eine gesteigerte Energieeffizienz sowie Sparmassnahmen. Neue, erneuerbare Energien (Erdwärme, Wind-, Solar- und Biomasseenergie) sollen laut SVP Zurzach in Zukunft zur besseren Diversifikation des Schweizer Strommix beitragen und gefördert werden. «Ihre Produktion und ihr Anteil an der Versorgung mit Strom sind jedoch begrenzt und können die steigende Nachfrage nach inländischem Strom nicht decken», schreibt die SVP in ihrer Stellungnahme zur Sicherstellung der Stromversorgung.

Für die Bevölkerung sei eine offene und transparente Information seitens der Investoren ein entscheidender Faktor, schreibt die SVP weiter. «Der eingeschlagene Weg ist richtig. Es muss aufgezeigt werden, dass für Mensch und Umwelt die sicherste und verträglichste Lösung realisiert wird.» Die SVP fordert, dass beim Bau und Betrieb der Anlagen das lokale Gewerbe und die Dienstleister bevorzugt berücksichtigt werden. Ebenfalls sei dem Aspekte der optimalen Energienutzung ein grosser Stellenwert beizumessen. Konkret erwähnt wird ein Ausbau der Abwärmenutzung. Ebenso seien in der Abgeltungsfrage die Interessen der Region zur wahren, meint die SVP Zurzach. (AZ)