Kannenfeldpark
Zum Spielen ab auf die Insel

Der Kannenfeldpark erhält eine entscheidende Aufwertung – drei neue Spielinseln. Baubeginn ist ab Anfang August. Spätestens Februar 2010 sollen sie beendet sein. Eine vierte Insel ist auch schon in Planung.

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Spielbereiche im Kannenfeldpark

Spielbereiche im Kannenfeldpark

bz Basellandschaftliche Zeitung

Franz Osswald

Sonntagmorgen, die Sonne steht schon hoch am Himmel, und im Kannenfeldpark herrscht schon Hochbetrieb. Vor allem Familien sind es, die mit ihrer Kinderschar den grössten Basler Park gerne besuchen. Entlang des breiten, axial angelegten Alleeweges gruppieren sich seit vielen Jahren die Spielbereiche.

Nicht nur die jahrelange intensive Nutzung hat ihre Spuren hinterlassen, auch die vergangenen Jahre haben zu einem Wandel der Spielgewohnheiten, der Spielgeräte und der Sicherheitsanforderungen geführt. Nicht dass die Spielinseln heute nicht sicher wären, aber es gibt heute bessere Möglichkeiten, Kinder beim Spielen zu schützen.

Dies allein genügt indessen noch nicht, damit auch eine Verbesserung möglich wird: «Wir haben aus dem Kredit der Stadtentwicklung auch das nötige Geld, um im Kannenfeldpark eine Umgestaltung vorzunehmen», erklärt der Projektleiter Roland Wiedmer. Was man sich unter den neuen Spielinseln vorstellen muss, ist etwa im St. Margarethenpark zu sehen. Dort wurden ebenfalls neue Spielgeräte installiert und die Sicherheitsanforderungen vorbildlich umgesetzt.

Besser im Raum verteilt

Im Kannenfeldpark sollen die bisher an der Wegachse gruppierten Spielbereiche besser im Raum verteilt werden. «Wir wollen sie von den Wegen etwas ins Parkinnere versetzen», führt Wiedmer aus. Kleine Stichwege werden dann von der Hauptachse die Inseln erschliessen. Drei solcher Spielinseln sind derzeit geplant. Auf der Planschinsel steht das kühlende Nass im Vordergrund. Hier sollen Kinder ohne Gefahr im Wasser und mit Wasser spielen können.

Eine zweite Spielinsel wird dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden, sollen doch Geräte zum Schaukeln, Wippen und Hangeln installiert werden. Auch ein Kletterseil wird das Spielangebot bereichern.

Die dritte Insel wird von einer grossen Rutschbahn mit Turm dominiert werden. Von drei verschieden hohen Ebenen können die Kinder ihre Sausefahrt starten. Die Anlage wird mit Rundkies ausgestattet, das bei einem Fall vom Turm vor gravierenden Verletzungen schützt. «Die drei Spielinseln sollen so möbliert werden, dass sie für Kinder verschiedener Altersstufen Spielmöglichkeiten bieten», erklärt Roland Wiedmer.

Vierte Insel mit Kletterwand

Dass der Baubeginn nicht aufs Frühjahr gelegt wurde, habe seine Gründe, sagte der zuständige Projektleiter. «Die Bauzeit hätte in den Sommer hinein gereicht, was aus Sicht der zahlreichen Parkbesucher wohl nicht wünschenswert gewesen wäre.» Mit dem Start im Spätsommer sollten die Spielinseln noch bis Ende Jahr fertiggestellt werden können, vermutet Roland Wiedmer, spätestens aber bis Februar 2010.

Auch die Kosten sollten nicht überschritten werden, für die drei Spielinseln stehen 1,1 Millionen Franken zur Verfügung. Bereits heute steht eine vierte Spielinsel in Aussicht: es soll eine Kletterwand werden. Wann genau sie kommt, ist noch offen.

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