Riedholz

Zukunft des Verbands ist vorläufig gesichert

Die Probleme im Vorstand der Waldeigentümer sind vorerst vom Tisch.

Wald

Die Probleme im Vorstand der Waldeigentümer sind vorerst vom Tisch.

Die Mitglieder des Regionalverbandes Solothurn-Lebern-Wasseramt der Bürgergemeinden und Waldeigentümer trafen sich zur Generalversammlung im Wallierhof Riedholz. Die Verbandsauflösung ist vorerst kein Thema mehr.

Lea Reimann

Nachdem der Präsident Benno Jost in seinem Jahresbericht mitteilte, dass sich trotz Aufruf an der letzten Generalversammlung keine neuen Vorstandsmitglieder gemeldet haben und gar eine Auflösung des Verbandes in Betracht zog, sind diese Probleme nun vorerst vom Tisch. Zwei Personen hätten sich unterdessen nämlich als Vorstandsmitglieder gemeldet und würden demnächst in die Arbeit einbezogen, um dann in einem Jahr offiziell gewählt werden zu können. Benno Jost, der sein erstes Präsidialjahr ad interim hinter sich hat, liess sich zudem zum Präsidenten wählen.

Fremde bedrohen Einheimische

Der Regionalverband Solothurn-Lebern-Wasseramt der Bürgergemeinden und Waldeigentümer vertritt die Interessen von rund 13 500 Bürgern, wohnhaft in 35 Gemeinden, mit einer bewirtschafteten Waldfläche von etwas mehr als 5000 Hektaren. Das verwaltete Vermögen beträgt 90 Millionen Franken.

Vor der Generalversammlung informierte Jonas Zürcher vom Bildungszentrum Wallierhof über das Vorkommen und die Beseitigung von problematischen Neophyten. Als Neophyten bezeichnet man Pflanzen, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 in die Schweiz eingebracht wurden. Einige von ihnen verursachen hier Probleme. «Sie können die Bodenstruktur verschlechtern und zu Erosion führen, sie verdrängen einheimische Arten, führen auf landwirtschaftlichen Flächen zu wirtschaftlichen Einbussen oder können zu gesundheitlichen Problemen bei Mensch und Tier führen», so Zürcher.

Ein bekanntes Beispiel, das allerdings vorwiegend in Privatgärten vorkommt, ist das aufrechte Traubenkraut (Ambrosia), das Atemnot oder Asthma verursachen kann. Während es 2006 noch 40 Fundorte im Kanton gab, waren es 2008 nur noch sieben, so Zürcher. Da die ursprünglich aus Amerika stammenden Ambrosiasamen heute vor allem über Vogelfutter aus Osteuropa in die Schweiz gelangen, findet man die Pflanzen in den Privatgärten häufig in der Nähe des Vogelhäuschens, erklärt Zürcher. Aber auch im Wald gibt es Neophyten, deren Ausbreitung möglichst verhindert werden soll. Dazu gehören etwa der japanische Knöterich, der Riesenbärenklau, das drüsige Springkraut und die spätblühende Goldrute.

Kindern den Wald näher bringen

Ruedi Iseli von der Bürgergemeinde Solothurn stellte das Waldmobil vor, ein Holzwagen, der die Aktivitäten der Waldpädagogik unterstützt und für vielseitige Waldführungen für Schulen eingesetzt werden kann. Im Wagen, der von der Bürgergemeinde Solothurn umfunktioniert wurde, befinden sich nebst Anschauungsmaterial und Werkzeugen auch Muster von Holzarten und Holzfehlern, Becherlupen, aber auch Tische, Bänke und Kochutensilien. Das Waldmobil wird den Bürgergemeinden gratis zur Verfügung gestellt, und mit einem Förster oder einer Lehrkraft genutzt. An den Kosten von rund 38 000 Franken will sich der Regionalverband mit 5000 Franken beteiligen. Ebenfalls genehmigt wurde ein Beitrag von 8500 Franken an das Holzenergiekonzept der Bürgergemeinde Grenchen.

Die Jahresrechnung 2008 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 798 Franken und wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Auch das Budget 2010 wurde gutgeheissen. Es beinhaltet aufgrund des hohen Eigenkapitals des Verbandes eine Halbierung der Mitgliederbeiträge.

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