Zukunft der Alterszentren in Brugg

Das Alterszentrum Brugg und dasPflegeheim Süssbach AG wollen – und müssen – zusammenspannen. Jetzt ist ein Baukonzept für den gemeinsamen Weg vorgestellt worden.

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Zwei Institutionen kommen sich näher

Zwei Institutionen kommen sich näher

Louis Probst

«Wir waren sehr gespannt auf die Ergebnisse des Studienauftrages», verriet Rolf Alder, der Präsident der Stiftung Bezirksspital Brugg, vor der Präsentation der Arbeiten. Verständlich. Immerhin ging es darum, die Vorstellungen der Stiftung Bezirksspital Brugg – des Trägers des Pflegeheims am Süssbach – und des Vereins Alterszentrum Brugg – des Trägers des Alterszentrums – über die gemeinsame Zukunft der beiden Heime unter einen Hut zu bringen.

Nach Ansicht der Jury am besten gelöst hat diese Aufgabe das Architekturbüro Fugazza Steinmann & Partner (Wettingen) mit seinem Vorschlag «Akkord». Dieser Vorschlag wird denn auch zur Weiterbearbeitung empfohlen. Jurymitglied Walter Tschudin zollte aber auch den weiteren Wettbewerbs-Teilnehmern seine Anerkennung: «Nur dank allen Arbeiten hatten wir die Möglichkeit, einen Weg für die Verbindung von Alterszentrum und Pflegeheim zu finden.»

Der Weg, der im Vorschlag «Akkord» aufgezeigt wird, sieht grundsätzlich eine klare Trennung zwischen Pflege und Wohnen im Alter vor: Der Bereich des heutigen Alterszentrums wird für betreutes Wohnen genutzt, der Bereich des einstigen Bezirksspitals und des heutigen Pflegeheims am Süssbach für den Pflegebereich.

Neuer Pflegetrakt mit 96 Betten

Für das Pflegeheim am Süssbach sieht der Vorschlag «Akkord» einen zusätzlichen Pflegetrakt vor, der parallel zur Fröhlichstrasse zu liegen kommt. Dieses Gebäude wird auf vier Geschossen Raum für vier Pflegestationen zu je 24 Betten bieten. Zwischen der Stirnseite dieses Traktes und dem Bezirksspital ist der neue Haupteingang zum Pflegezentrum und zum Medizinischen Zen-trum (MZB) vorgesehen. Die Demenzstation mit 25 Betten wird in den südlichen Bereich des bestehenden Pflegeheimtraktes zu liegen kommen. Durch die Lage der Demenzstation im Erdgeschoss ergibt sich die Möglichkeit des direkten Zuganges zu einem «Demenzgarten».

Betreutes Wohnen im Hochhaus

Im Gegensatz zu anderen Vorschlägen – die vom Abbruch des Alterszen-trum-Hochhauses ausgingen – bildet dieses Gebäude im Vorschlag «Akkord» den Kernpunkt für das betreute Wohnen. Durch Neubauten ersetzt werden dagegen die heutigen Bauten mit den Alterswohnungen. Insgesamt entstehen im Hochhaus und in den neuen Bauten 87 Wohneinheiten – vom Einzelzimmer bis zur 31⁄2-Zimmer-Wohnung.

«Der Vorschlag ‹Akkord› erweist sich als städtebaulich betrieblich und finanziell überzeugendes und tragfähiges Konzept für die weiteren Planungsschritte», betont die Jury. Diese Meinung vertritt auch Livio Plüss der Präsident des Vereins Alterszentrum: «Unsere Erwartungen sind voll erfüllt. Die Vorgaben und Bedürfnisse sind in ein Gesamtkonzept umgesetzt worden, das optimale Voraussetzungen bietet. Die ersten Schritte sind gemacht. Für weitere Schritte brauchen wir finanzielle Mittel – von der Stadt und von den Gemeinden.» Zu den finanziellen Dimensionen des Projektes wollte sich niemand äussern. Aufschluss verspricht aber ein Informationsanlass am 25. Mai, zu dem alle Gemeinderäte aus dem Bezirk Brugg eingeladen sind.

Freie Besichtigung der Arbeiten Pflegeheim am Süssbach, «Oase», Frölichstrasse 7, Brugg, 19. Mai bis 24. Mai. Werktags 10 bis 20 Uhr, Pfingstwochenende 10 bis 18 Uhr.