Eishockey

Zug: Modernstes Eishockey-Stadion der Schweiz eingeweiht

Löst die Herti-Halle ab: Die "Bossard-Arena" in Zug

Löst die Herti-Halle ab: Die "Bossard-Arena" in Zug

In Zug hat eine neue Eiszeit begonnen. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde am Freitagabend mit einer einstündigen Zeremonie die «Bossard-Arena», das modernste Eisstadion der Schweiz, eingeweiht. Das neue Stadion löst die 30-jährige Herti-Halle ab.

Sie sprenge alle bisherigen baulichen Dimensionen von öffentlichen Bauten in Zug, sagte der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller über die "Bossard-Arena". Sie sei ein neues Wahrzeichen in der Stadt, das viele Chancen eröffne.

Das Eisstadion bietet insgesamt 7015 Plätze, davon sind 4280 Sitz- und 2735 Stehplätze. Grosse Anstrengungen unternommen wurden punkto Sicherheit: Die Stehplatzbereiche für die Gastmannschaft in der Westkurve und die Fans des EV Zug in der Ostkurve sind durch separate Zugänge getrennt.

Fan-Busse werden in unmittelbarer Nähe des Fan-Zugangs parkiert. Bei allen vier Zugängen zum Stadion sind Sicherheitsschleusen eingebaut. Zudem ist das Stadion in verschiedene Sektoren unterteilt.

Nach Minergie-Standard gebaut

Die "Bossard-Arena" ist das erste Stadion in der Schweiz, das nach Minergiestandard zertifiziert ist. In energetischer Hinsicht setze es neue Massstäbe, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Die Abwärme wird in einem Wärmeverbund weiter verwendet, womit ein grosser Anteil an Energie eingespart werden kann.

Auf dem Dach des Stadions betreiben die Wasserwerke Zug (WWZ) ein Solarkraftwerk. Rund 2050 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmetern produzieren jährlich rund 200'000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom.

Das Projekt war 2004 aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen. Auf dem nördlichen Teil des Areals realisierte die Stadt das neue Eisstadion. Private Investoren bauen derzeit beim Stadion das Hochhaus Uptown mit einem Aussichtsrestaurant im 18. Stock.

Noch bis Ende 2011 wird das Stadion eine Baustelle bleiben. Bis Ende Jahr wird die Tiefgarage erstellt. Im Januar 2011 werden die Stahlträger für das riesige Vordach montiert, und wenn im Mai die Eishockey-Saison abgeschlossen ist, geht es an den Bau des Ausseneisfelds.

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