Brauchtum

Zug: Kirschensaison hat begonnen - frisch vom Baum am Besten

Ein Bild, das sich viele Bauern wünschen, was aber nach dem Sturm, kaum mehr Realität ist: Unversehrte Kirschen.

Ein Bild, das sich viele Bauern wünschen, was aber nach dem Sturm, kaum mehr Realität ist: Unversehrte Kirschen.

Der Startschuss ist ein Glockenschlag: Wenn die Chriesigloggä bei St. Michael läutet, beginnt die offizielle Zuger Chriesisaison. Gleichzeitig fand auch das zweite Chriesisturm-Rennen statt.

Die Tradition geht zurück auf das 18. Jahrhundert, als die Bevölkerung mit der "Erlaubnisglocke" die Möglichkeit erhielt, die Kirschen auf der Zuger Allmend zu pflücken. Im vergangenen Jahr hat die IG Zuger Chriesi den Chriesisturm lanciert, um den Start der Chriesisaison zu signalisieren.

Statt verfrüht auf Importware zu setzen, sollen die Menschen aus der Region Zug dazu ermuntert werden, sich bis zu Ernte der lokalen Kirschen zu gedulden. Frisch vom Baum, munden Kirschen am besten, wie IG-Präsident Louis Suter erklärte.

Der Chriesisturm führt durch die enge Innenstadt. Das ist jedoch nicht die eigentliche Schwierigkeit: vor allem müssen die Renn-Teams den Parcours mit einer 8,10 Meter langen Holzleiter im Gepäck bewältigen.

Zum ersten Mal traten in diesem Jahr auch fünf Kinderteams zum Chriesisturm an. Ihre 4 Meter langen Holzleitern haben die Sechstklässler aus dem Schulhaus Kirchmatt im Werkunterricht selbst gebaut.

Auch der traditionelle Chriesimärt auf dem Landsgemeindeplatz hat am Nachmittag begonnen. Voraussichtlich bis Ende Juli/Anfang August findet er Montags bis Freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr statt. Beim Zuger Chriesitag am Samstag, 3. Juli, gibt es nicht nur Kirsch-Spezialitäten sondern auch verschiedene Attraktionen wie Kirschkernweitspucken oder eine Show-Brennerei.

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