Unwetter

Zürich besonders stark von Gewitter betroffen

Schwarze Wolken über Zürich

Schwarze Wolken über Zürich

Nebst frühsommerlichen Temperaturen ist es am Wochenende in der Deutschschweiz auch zu ersten heftigen Gewittern gekommen. Begleitet wurde das Gewitter am Samstagabend von starkem Wind und Hagel.

Das Gewitter zog am Samstagnachmittag vom oberen Emmental und Entlebuch über die Region Bern nach Zürich und in die weitere nördliche und östliche Schweiz, wie der Meteorologe Markus Stoll von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. In Zürich erreichte es mit fast 12 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in 2 Stunden den Höhepunkt.

Beträchtlich waren auch die Windgeschwindigkeiten: Verbreitet erreichten sie 80 km/h. Auf dem Zürichberg erreichten die Böen Spitzenwerte von 103 km/h. In der Region Bern kam es zudem auch zu Hagelzügen. Ein weiteres, aber kleineres Gewitter entlud sich am Samstagabend über dem jurassischen Hauptort Delsberg.

Beeinträchtigt wurde aber das Fussballspiel zwischen Zürich und Luzern im Zürcher Letzigrund: In der 36. Spielminute unterbrach der Schiedsrichter bei starkem Regen und Wind das Spiel und schickte die Spieler für 25 Minuten in die Kabinen. Nach der Zwangspause ging das Spiel mit 1:1 zu Ende.

Die Thurgauer Seepolizei musste wegen des Sturms zu mehreren Einsätzen auf dem Bodensee ausrücken. Sie rettete zwei Personen, die mit ihrem Kleinboot zwischen Ermatingen und der Insel Reichenau gekentert waren. Die beiden durchnässten und unterkühlten Personen wurden vom Sturm überrascht.

Vor Ermatingen war ein Segelboot in Seenot geraten. In Romanshorn geleiteten die Beamten ein Fischerboot sicher in den Hafen. In Ermatingen und Landschlacht kenterten zudem zwei vertäute Boote. Der Sturm erreichte Böenspitzen bis zu Windstärke 8. An Land verursachte der Sturm kaum Schäden.

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