Dank den langsam steigenden Temperaturen können die Fledermäuse ihr Winterquartier im Zoo Zürich verlassen. Beim Eindämmern um 20 Uhr werden die Winzlinge in die Freiheit entlassen, wie die Stiftung Fledermausschutz mitteilte. Sie haben in Zürich künstlich überwintert.

Es handelt sich bei den Fledermäusen um etwa fünf verschiedene Arten, mehrheitlich um Rauhhautfledermäuse. Die Tiere wurden im letzten Jahr gefunden, als sie nach Irrflügen völlig erschöpft in Wohnungen, Schulhäusern oder Büros liegen blieben, wie Hans-Peter Stutz von der Stiftung Fledermausschutz auf Anfrage sagte.

In der Deutschschweiz mussten 2008 mehr als 500 Fledermäuse in Obhut genommen werden. Die meisten davon konnten gemäss Stutz so aufgepäppelt werden, dass sie den Winter selber überstehen konnten. "Die 54 Tiere, denen wir im Zoo dabei geholfen haben, waren dafür nicht genügend fit Anfang Winter", sagte Stutz.

Seit über 20 Jahren bietet die Stiftung den Tierchen mollig warme Quartiere an, seit 1998 im Zoo. 24 Freiwillige betreuen die Fledermäuse dort. "Alle zwei Wochen werden die Tiere aus ihrem Winterschlaf geweckt und auf Gewichtverlust kontrolliert", sagte Stutz. Ist dies der Fall, werden sie speziell warm gehalten und mit Mehlwürmern zugefüttert.