Zu Stosszeiten mehr Postautos

Am 13. Dezember ist es so weit: Der öffentliche Verkehr orientiert sich an einem neuen Fahrplan. Auch im Fricktal gibt es da und dort Änderungen.

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Aargauer Zeitung

Lilly-Anne Brugger

Das Wichtigste gleich vorweg: Grosse Änderungen wie beispielsweise eine neue Buslinie wird es im Fricktal mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember nicht geben - obwohl mit dem neuen Fahrplan in der ganzen Schweiz 22 neue Postauto-Linien entstehen. Dafür werden im Fricktal die bestehenden Linien mit zusätzlichen Fahrten verstärkt. Grosser Gewinner ist das Benkental. Von Wittnau und Gipf-Oberfrick aus gibt es zusätzliche Verbindungen nach Frick mit Anschluss auf den IR nach Brugg- Baden-Zürich (siehe Zusammenstellung unten auf der Seite).

Postauto-Taufe in Rheinfelden

Am 12. Dezember werden auf dem Carpark Schützenweg in Rheinfelden vier Postautos auf die Namen Rheinfelden, Zähringer, Habsburger und Kaiseraugst getauft. Diese vier Fahrzeuge werden auf den Linien 84 (Rheinfelden-Kaiseraugst), 85 (Rheinfelden- Augarten) und 86 (Rheinfelden-Kurzentrum-Rheinfelden) unterwegs sein. Postauto Region Nordschweiz hat diese drei Linien mit dem vorherigen Betreiber, der Autobus AG Liestal, getauscht. Um 11 Uhr beginnt der Taufakt, anschliessend gibt es für alle Apéro und Risotto. Für die Kleinen wird Kinderschminken angeboten und Globi ist da. Für die Unterhaltung der Grossen sorgen s'Foifer&Weggli-Trionettli und die Stadtmusik Rheinfelden. (lbr)

Enttäuschung in Mumpf

Keine neue Buslinie gibt es somit auch zwischen Mumpf und Stein, obwohl die Gemeinde Mumpf im Rahmen der Fahrplanvernehmlassung beim Kanton ein Gesuch für eine entsprechende Buslinie eingereicht hat (AZ berichtete). Da es in Mumpf keine Lebensmittelgeschäfte gibt, würde eine neue Buslinie zwischen Stein und Mumpf gerade den älteren Einwohnern den Einkauf erleichtern, argumentierte die Gemeinde. Der Kanton teilte jedoch mit, dass es aus Kosten- und Frequenzgründen nicht möglich sei, eine neue Buslinie einzurichten. «So schnell geben wir aber nicht auf», zeigt sich Jürg

Müller, Gemeindeammann von Mumpf, kämpferisch. «Mumpf wird sich zusammen mit anderen Gemeinden aus dem Fischingertal auch weiterhin für eine neue Postautolinie einsetzen.»

Die Gemeinde Mumpf war nicht die einzige Gemeinde, die im Rahmen der Fahrplanvernehmlassung Vorschläge äusserte: Das Bundesamt für Verkehr erhielt über Internet 360 Eingaben zum Fahrplanentwurf. Weitere 40 Eingaben, darunter 20 von Schulen, Gemeinden oder Replas, gingen bei der Abteilung Verkehr des Departementes für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau ein. Doch nicht alle diese Vorschläge konnten im neuen Fahrplan berücksichtigt werden. «Einige Eingaben haben wir in die langfristige Planung aufgenommen», sagt Jürg Bitterli vom Kanton. Einige Vorschläge werden aber auch bei kommenden Fahrplanänderungen nicht umgesetzt werden, da sie nicht ins langfristigen Konzept des öffentlichen Verkehrs im Kanton Aargau passen.

Gemeinde beteiligt sich

Bei gewissen Änderungswünschen zeigte sich der Kanton verhandlungsbereit, beispielsweise bei den zusätzlichen Postautokursen zwischen Kaiseraugst, Bahnhof, und Kaiseraugst, Liebrüti. Hier muss sich die Gemeinde am Pilotprojekt beteiligen. Wird das zusätzliche Angebot genügend genutzt, könnte es schon bald definitiv in den Postauto-Fahrplan aufgenommen werden (siehe nebenstehenden Artikel).