ZKB

ZKB in Datenklau-Affäre verwickelt

ZKB verbucht hohen Neugeldzufluss

ZKB verbucht hohen Neugeldzufluss

Deutsche Steuerfahnder wollen auch gegen Kunden der Zürcher Kantonalbank vorgehen. Auf einer CD im Bundesland Baden-Württemberg mit 1742 Daten sind neben Kundeninformationen der UBS und CS auch solche von ZKB-Kunden gespeichert

Eine hochrangige Regierungsquelle bestätigt gegenüber dem "Sonntag", dass die Zürcher Staatsbank in die Datenklau-Affäre verwickelt ist. Die CD wurde den deutschen Steuerfahndern für 500 000 Euro angeboten.

Ob sie gekauft wird, ist noch offen. Für die ZKB selbst kommt diese Entwicklung überraschend. "Die ZKB hat keinerlei Anhaltspunkte, dass den deutschen Steuerbehörden Kundendaten der ZKB angeboten worden sind", sagt Urs Oberholzer, Präsident des Bankrats gegenüber "Sonntag".

Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der gesamten Datenklau-Affäre unterdessen ein Ermittlungsverhafen eingeleitet, unter anderem wegen Verdacht auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst. Die Bundesanwaltschaft in Deutschland hat um Rechtshilfe ersucht, wie Kommunikationschefin Walburga Bur bestätigt.

SP-Präsident will per Gesetz konsequente Weissgeldstrategie einführen

SP-Präsident Christian Levrat will per Gesetz, die Banken zwingen, nur noch versteuertes Geld anzunehmen. "Wir brauchen jetzt eine konsequente Weissgeldstrategie", sagt er im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Konkret sieht sein Vorschlag so aus: "Wir wollen, dass die Banken gezwungen werden zu überprüfen, ob die Gelder, die sie verwalten ordentlich versteuert worden sind oder nicht. Die Kunden müssen bei der Bank ein entsprechendes Zeugnis ihrer Steuerbehörden vorlegen. Die Banken, die sich daran nicht halten, müssen schonungslos sanktioniert werden." Die Frage nach dem automatischen Informationsaustausch verknüpft er mit einem Dienstleistungsabkommen mit der EU. (rsn)

(rsn)

Meistgesehen

Artboard 1