Brandursache

Zigaretten entfachten Feuer in Lysser Flüchtlingsunterkunft

80 Feuerwehrleute waren im Einsatz (Archiv)

80 Feuerwehrleute waren im Einsatz (Archiv)

Der Brand in einer Lysser Flüchtlingsunterkunft von Ende Februar ist auf den fahrlässigen Umgang mit Zigarettenstummel zurückzuführen. Das haben die bisherigen Ermittlungen ergeben. Beim Brand wurden 26 Personen verletzt.

Die Verursacher seien noch unbekannt, teilten die Kantonspolizei Bern und das Untersuchungsrichteramt Berner Jura-Seeland mit. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde.

Die Ermittlungen des Dezernats Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern deuten auf menschliches Verschulden hin. Demnach dürfte der Brand wegen des achtlosen Umgangs mit Raucherwaren im Korridor des zweiten Stocks der Unterkunft ausgebrochen sein.

Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen. Nun gehe es vor allem darum, den oder die Urheber des Brandes zu identifizieren, sagte Polizeisprecher Stefan von Below auf Anfrage.

Da das Durchgangszentrum seit dem verheerenden Brand unbewohnbar ist, leben die Asylsuchenden in verschiedenen Ersatzunterkünften im Berner Seeland. Alle Verletzten konnten inzwischen das Spital verlassen.

Bei dem Grossbrand in der Unterkunft in Kappelen bei Lyss zogen sich 25 Asylsuchende und ein Feuerwehrmann Verletzungen zu. Die Leute, die aus den Fenstern sprangen, erlitten Becken- oder andere Brüche und Rückentraumata.

Insgesamt 80 Feuerwehrleute standen beim Grossbrand vor drei Wochen im Einsatz. Rund 135 Personen aus 30 Nationen befanden sich zum Zeitpunkt des Brands im 160 Personen fassenden Gebäude am Rand der Ortschaft Lyss.

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