Ziel: Beste Schule werden

Schulsozialarbeit sei in Wohlen dringend nötig. Nur so könnten Lehrer besser entlastet und der Gettoisierung entgegengewirkt werden, sagen die Schulleiter. Sie informierten über die Zukunft der Schule.

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Harfen Meitli

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Aargauer Zeitung

Andrea Weibel

«Die Schule Wohlen will die beste Schule des Kantons werden», erklärte Franco Corsiglia, Präsident der Schulpflege Wohlen, am Mittwoch am Informationsabend der Schule. «Das ist auch Standortmarketing.» Eine Pionierrolle übernehme Wohlen bereits, indem es die Musikschule in die Schule integriere, freute sich Regula Hannich, Musikschulleiterin.

Viel Nachholbedarf

Momentan bestehe aber an vielen Orten Nachholbedarf, denn vor den Abstimmungen zum Bildungskleeblatt sei so vieles unsicher gewesen, dass «Projekte und die Schule selbst gelähmt» worden seien, so Rolf Stadler, Präsident der Schulleiterkonferenz. Doch die massive Ablehnung des Kleeblatts habe viel bewirkt. Vor allem die Belastung der Lehrer müsse jetzt reduziert werden. Gerade mit schwierigen Schülern hätten sie immer häufiger zu tun. Diese stammten in Wohlen öfter aus denselben Quartieren, «es ist eine Art Gettoisierung», sagte Stadler. Dagegen müsse man vorgehen.

Unbefriedigende Lösungen

Sehr wichtig sei daher die Einführung der Schulsozialarbeit. «Disziplinarische Fälle häufen sich vom Kindergarten bis zur Oberstufe», berichtete Projektleiterin Cornelia Wey. Fehlende Zeitressourcen bei den Lehrern führten vermehrt zu unbefriedigenden Lösungen, «denn Lehrer sind da keine Fachleute». Daher wäre die Einführung der Schulsozialarbeit eine grosse Entlastung für die Lehrer.

Auch die Integrative Schule, die grundsätzlich sehr zu unterstützen sei, bedeute einen enormen Mehraufwand für die Lehrpersonen. Diesem könnte die Verkleinerung der derzeit übergrossen Klassen entgegenwirken, denn «wir Lehrer laufen am Limit», bestätigte Primar- und Sportlehrer Thomi Schmid. Zudem müssten die räumlichen Verhältnisse überprüft werden, denn «gerade in Anglikon und im Gebiet Halde herrscht eine Notsituation», so Projektleiter Markus Walter. Ein weiteres Projekt ist die Einführung des Kindergartenobligatoriums.

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