Spatenstich
Zentrum bald mit Leben füllen

Gestern Nachmittag fand der Spatenstich für das «Zentrum für Kind und Jugend» in Zuchwil statt. Das Gebäude soll in rund einem Jahr alle Institutionen, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen, unter einem Dach vereinen.

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Spatenstich Zuchwil

Spatenstich Zuchwil

Solothurner Zeitung

Rahel Meier

«Als ich so alt war wie die Kinder, die das Zentrum für Kind und Jugend nützen werden, da konnten wir noch im Dorf und im Wald spielen. Es gab kein Fernsehen, keine Walkman. Nach der Schule musste ich oft zu Hause mithelfen. Italiener waren die einzigen Ausländer, die wir kannten.» Reto Vescovi, Präsident Stiftung Kinderkrippe, machte gestern Nachmittag in einer kurzen Ansprache deutlich, wie sich die Welt seither verändert hat. «Betreuung und Sozialisierung der Kinder werden heute oft an die öffentliche Hand übergeben.» Die Gemeinde Zuchwil habe viele Organisationen für die Kinderbetreuung aufgebaut. Diese würden nun alle unter einem Dach vereint. «Das ist ein riesiger Schritt für unsere Gemeinde.»

Noch fehle das Betriebskonzept für das Haus. «Damit die Synergien optimal genützt werden können, müssen bestehende Gewohnheiten aufgegeben werden.» Vescovi hoffte abschliessend, dass schon während der Bauzeit ein guter Geist ins Haus einziehen werde. «In einem Jahr wird es dann mit Leben gefüllt.»

Gemeindepräsident Gilbert Ambühl ging in seiner Ansprache nochmals kurz auf die Geschichte des Zentrums für Kind und Jugend ein. Ausgangspunkt war im Jahr 2004 die Idee, dass Kinderkrippe und Tageshort räumlich zusammengefasst werden sollten. Fünf Jahre dauerte es von da an bis zum Spatenstich gestern Nachmittag.

Kinderwünsche stiegen auf

Der Spatenstich wurde dann von den Kleinsten der künftigen Benützer gleich selbst ausgeführt. Die Kinderkrippenkinder durften mit kindergerechtem Werkzeug selbst ran. Anschliessend liessen sie Ballone steigen, an denen Zettel mit Wünschen für das neue Haus angebracht wurden. Da standen Sachen wie «Autöli», «Seich mache» oder «Ferien» drauf.

Der Bau des Zentrums für Jugend und Kind kostet 4,9 Mio. Franken. In rund einem Jahr soll das Gebäude bezugsbereit sein. Kinderkrippe, Tageshort, Spielgruppe, Mittagstisch, Aufgabenhilfe, Jugendarbeit, Mütter- und Väterberatung und Gemeindebibliothek sollen ins Haus einziehen. Durch die Nähe zum Oberstufenschulhaus sollen weitere Synergien entstehen.

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