Zentralisierung unumgänglich?

Diskussionspunkt: Der Informationsanlass in Wynigen drehte sich nicht nur um das Schulhaus im Dorf. (Oliver Menge)

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Diskussionspunkt: Der Informationsanlass in Wynigen drehte sich nicht nur um das Schulhaus im Dorf. (Oliver Menge)

Um die Bevölkerung von Wynigen und der betroffenen Nachbar-Gemeinden über die kommenden Veränderungen im Bildungsbereich aufzuklären, lud der Steuerungsausschuss «Bildungsstrategie Schule Wynigen» zu einem öffentlichen Informationsanlass ein.

Andrea Flückiger

Die Einladung der Gemeinde Wynigen zum Informationsanlass unter dem Thema «Bildungsstrategie Schule Wynigen» stiess offensichtlich auf grosses Interesse: Rund 120 Personen aus den Schulkreisen Wynigen Dorf, Kappelen-Mistelberg sowie Rüedisbach, aber ebenfalls aus Seeberg-Grasswil, Riedtwil, Hermiswil, Heimiswil und Rumendingen fanden sich im Uhlmann-Haus in Wynigen ein, um sich vom zuständigen Steuerungsausschuss über die momentane Schulsituation und die kommenden Veränderungen im Schulwesen informieren zu lassen.

Zuerst klärten die Gemeinderäte Elisabeth Reinhard (parteilos, Liste SVP), Ressort Bildung, und Roland Kohler (FDP), Ressort Liegenschaften, die Anwesenden über die momentane und in nächster Zukunft zu erwartende Situation bezüglich Schülerzahlen und Zustand der Liegenschaften auf: «Während die Klassengrössen im Schulzentrum Dorf dank der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden auch in Zukunft und im Schulhaus Kappelen dank der Zusammenlegung von Kappelen und Mistelberg mittelfristig den Forderungen des Kantons Bern entsprechen werden, sieht die Situation in Rüedisbach weniger gut aus», sagte Kohler. Wegen der vom Kanton neu vorgeschriebenen Rahmenbedingungen - zum Beispiel dem Integrationsartikel oder den Tagesschulangeboten bei Bedarf - sei jedoch eine längerfristige Zentralisierung der Schule im Dorf fast nicht zu umgehen, erklärte Schulleiterin Gaby Liechti, ebenfalls Mitglied des Steuerungsausschusses «Bildungsstrategie Schule Wynigen».

Anregungen einbringen

In einem zweiten Teil hatten die Anwesenden die Gelegenheit, nach einer kurzen Diskussion mit den nächsten Platznachbarn Anliegen, Vorschläge und Bedenken anzubringen, die an die Arbeitsgruppen «Regionale Zusammenarbeit», «Schulorganisation», «Schulraumplanung», und «Konzept Tagesschule» weitergeleitet werden.

Dass den Mitgliedern des Ausschusses und der Arbeitsgruppen Vertrauen entgegengebracht wurde (und wird), zeigte sich unter anderem darin, dass zwar etliche konstruktive Anregungen aus der Versammlung kamen, diese aber die Arbeit oder die Richtung der Wyniger Bildungsstrategie nicht grundsätzlich infrage stellten. Häufig wurden auch bereits als «noch nicht ganz befriedigend gelöst» bekannte Punkte wie Schulwege, Anfangszeiten der verschiedenen Schulhäuser, Schulangebote, Klassenbildung bei Mehrjahrgangsklassen und die weitere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur genannt.

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