Behandelt wird der reale und imaginäre Orient, wie das ZPK ankündigte. Auch die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Abend- und Morgenland in Kunstwerken vergangener Jahrhunderte sind Thema. Die Ausstellung dauert vom 28. Februar bis 16. August 2009.

Bewusst gemacht wird die Durchmischung der Stile und Sprachen im globalisierten Kunstbetrieb des 21. Jahrhunderts, etwa wenn im Video "White Horse" ein alter Afghane sein Pferd mit weisser Kalkfarbe anmalt. Er tue dies, weil Touristen lieber weisse Pferde hätten, ist seine überraschende Antwort auf die entsprechende Frage.

Das Video sei eine Art Allegorie auf den Kunstbetrieb des Nahen und Mittleren Ostens, der zwischen reicher Tradition, Folklore, Kulturkritik und stilistischer Selbstbehauptung oszilliere, interpretiert das ZPK. Auch installative Werke wie der Grundriss von Beirut in Kautschuk sind präsent.

Zum globalen Gut Wasser werden in einer Synchronmontage Bilder aus der trockensten Region der Türkei gezeigt, die für einen Dammbau überflutet werden soll. Auch die Vielfalt der Filmkulturen in den verschiedenen Ländern der Region kommt zum Zug, wobei gesellschaftliche und existenzielle Fragen angesprochen werden.