Zeihen will allein in die Zukunft

Einen Dämpfer erlitten die Befürworter der Zusammenarbeitsbemühungen zwischen Gemeinden in der Region: Zeihens Stimmberechtigte lehnten an der Urne die entsprechenden Vorlagen ab.

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Zeihen will allein in die Zukunft

Zeihen will allein in die Zukunft

Walter Christen

Zeihen soll eigenständig bleiben, hat die Mehrheit entschieden und auch den Zusammenschluss der Wasserverbände abgelehnt. Nein zur Ausarbeitung des Zusammenschlussvertrags der Gemeinden Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen sagten 206 Stimmberechtigte, den Gemeindeversammlungsbeschluss bestätigten deren 164. Die Stimmbeteiligung machte 55,8 Prozent aus.

Auch der Zusammenschluss der Wasserverbände zum neuen Wasserverband Oberes Fricktal scheiterte an der Urne, und zwar mit 200 gegen 164 Stimmen. 54,7 Prozent betrug hier die Stimmbeteiligung.

«Zwei Eigentore gemacht»

«Es stimmt mich nachdenklich, dass sich eine Mehrheit gegen eine Abklärung eines allfälligen Gemeindezusammenschlusses mit den Nachbargemeinden finden liess. Man ist nicht bereit, sich mit den Fragen und Befürchtungen zu einer Fusion oder auch zu einer anderen Zusammenarbeitsform auseinanderzusetzen, erklärte Gemeindeammann Ueli Schenk in einer Stellungnahme.

Beim Entscheid gegen den Zusammenschluss der Wasserverbände sei man offenbar gewillt, die hohen Infrastrukturkosten auch in Zukunft selbst zu tragen. «Aus meiner Sicht machen wir damit zwei Eigentore: Wir verabschieden uns damit aus den Diskussionen um die gemeinsame Zukunft in der Region BEEHZ. Zudem darf man gespannt auf die Reaktionen aus Bözen und Hornussen sein. Dort wurden die beiden Vorlagen an den Gemeindeversammlungen zurückgewiesen. Es könnte nun durchaus sein, dass sich Zeihen mit dem Nein an
der Urne in ein ungeahntes Abseits gestellt hat», so Schenk weiter.

Zusammenarbeit ist «vom Tisch»

Das Referendumskomitee nahm mit Freude vom Nein zur Ausarbeitung eines Zusammenschlussvertrags Kenntnis. «Es ist schön, dass man in Zeihen überparteilich zusammenarbeiten kann. Die Zeiherinnen und Zeiher wollen weiterhin eine eigenständige, unabhängige Gemeinde», meinte Christof Riner gegenüber der AZ.

Das Projekt Ausarbeitung eines Zusammenschlussvertrags der BEEHZ-Gemeinden sei für Zeihen, wo man weder einen Fusionsvertrag noch eine Fusion wolle, damit vom Tisch. «Wir wollen aber auch in Zukunft mit den Nachbargemeinden zusammenarbeiten, wo es Sinn macht», so Grossrat Christof Riner vom Referendumskomitee, der sich freut, dass «die Stimmbeteiligung hoch war und dabei ein klares Resultat» herauskam.

«Es wurde erkannt, dass uns das Ganze in eine falsche Richtung geführt hätte. Die auf sehr tiefem Niveau gehaltenen Leserbriefe und Anschuldigungen gegenüber uns und dem Referendum brachten zusätzliche Nein-Stimmen. Zeihen hat Zukunft, wir freuen uns», so Riner weiter.

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