Haiti

Zehn angeklagte US-Amerikaner brauchen einen neuen Anwalt

Anwalt Edwyn Coq hat sein Mandat niedergelegt

Anwalt Edwyn Coq hat sein Mandat niedergelegt

Der Anwalt der zehn US-Bürger, die in Haiti wegen Kindesentführung angeklagt sind, hat sein Mandat niedergelegt. Die Angehörigen seiner Mandanten hätten behauptet, er habe Geld zur Bestechung des Richters gefordert, sagte Edwyn Coq der Nachrichtenagentur AFP.

Ausserdem hätten sie ihm bisher kein Honorar bezahlt, obwohl sie ihm umgerechnet rund 64'000 Franken versprochen hätten, sagte Coq am Sonntag. Auf seine schriftliche Ankündigung, sein Mandat niederzulegen, hätten die Mandanten bisher nicht reagiert.

Fünf der verhafteten US-Bürger sollten am Montag vor Gericht erscheinen. Sie müssen sich laut Coq nun einen anderen Anwalt suchen.

Die zehn Amerikaner hatten nach dem schweren Erdbeben in Haiti 33 Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und 14 Jahren ohne Genehmigung ausser Landes bringen wollen. Vor knapp einer Woche waren sie festgenommen worden. Sie sind Mitglieder einer Baptisten-Kirche.

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