Ferienpass Seengen
«Zaubern ist üben, üben, üben»

Zum Auftakt des Seenger Ferienpasses lernten Kinder einige Zaubertricks kennen. Ein besonderer Auftakt zum Abschluss des Jubiläumsjahres des Elternkreises Seengen.

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Ferienpass Seengen

Ferienpass Seengen

Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Philipp Muntwiler

«Diese ist es.» Clown Wendolina nimmt eine Karte vom Tisch, hebt sie hoch und zeigt sie den staunenden Kindern. Sie hat recht. Wie das geht? «Der Trick sieht einfacher aus, als er ist», sagt Wendolina. «Es ist wichtig, die Konzentration nicht zu verlieren.»

Den 7- und 8-jährigen Kindern gefällts. Sie möchten den Kartentrick sofort selber ausprobieren. Nach kurzer Instruktion sitzen sie zu zweit am Boden einander gegenüber. Aber die Karten sind schnell vertauscht und der Trick gelingt nicht. «Zaubern ist üben, üben, üben», sagt Wendolina.

Zum Ende der eineinhalbstündigen Lektion können die Kinder zeigen, was sie gelernt haben. Kaum stehen sie vor den anderen, überkommt sie Nervosität. «Redet mit dem Publikum. Erklärt, was ihr macht», sagt Wendolina. «Aber dreht dem Publikum nie den Rücken zu.»

«Ich glaube nicht, dass ich es schaffe», sagt ein Knabe. Wendolina interveniert: «Das dürft ihr nie sagen. Schon gar nicht, bevor ihr mit dem Trick begonnen habt.»

Beliebter Kurs

Der Zauber- und Spiel-Workshop erfreut sich grosser Beliebtheit. 31 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren haben sich angemeldet. In zwei Gruppen wird abwechselnd gezaubert oder gespielt. Clown Wendolina hält für die Älteren etwas schwierigere, mathematische Zaubertricks bereit, die Jüngeren lernen einfachere, spielerische Tricks. Für die Spielstunde hat die Ludothek aktuelle und beliebte Spiele mitgebracht.

Der Seenger Ferienpass wird jeweils in den Frühlingsferien durchgeführt und vom Elternkreis Seengen organisiert. Letztes Jahr konnte der Elternkreis sein 25-Jahr-Jubiläum feiern. Der diesjährige Ferienpass bilde einen schönen Abschluss zu diesem Jubiläum, sagt Nadja Herzig vom Organisationskomitee. Und der Zauber-Workshop bildet den ungewöhnlichen Auftakt zu diesem Abschluss.

Das Organisationskomitee trifft sich immer im Herbst und trägt die Ideen für die Kurse zusammen. In den letzten fünf Jahren sei die Teilnehmerzahl ständig gestiegen, sagt Herzig. «Langsam stossen wir an Grenzen.» Und das Wachstum hält weiter an. Dieses Jahr haben über 200 Kinder in den 2 Wochen des Ferienpasses 576 Kurs-Plätze gebucht, ungefähr 70 mehr als im vergangenen Jahr. Trotzdem konnten von den 36 angebotenen Kursen 3 mangels Interesse nicht durchgeführt werden.

Doppelt so viele Anmeldungen für die Regionalpolizei

Einige Kurse hingegen müssen doppelt geführt werden, weil sie mit Anmeldungen überschwemmt wurden. Am beliebtesten ist der Nachmittag mit der Regionalpolizei in Seengen. Für diesen Kurs, der für 25 Kinder vorgesehen war, haben sich 48 Kinder angemeldet. «Dank der Flexibilität der Regionalpolizei können alle daran teilnehmen», sagt Herzig.

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