Die Zahl der Toten dürfte also noch weiter steigen. Zuletzt erschwerte Regen die Bergungsarbeiten. Am Donnerstag wolle sich das Helferteam treffen, um über den weiteren Verlauf der Bergungsarbeiten zu beraten, sagte der Feuerwehrsprecher Pedro Aihara. 134 Leichen konnten mit Hilfe von DNA-Proben Angehöriger oder anhand der Zähne bereits identifiziert werden.

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale war am 25. Januar gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Insgesamt ergossen sich rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm auf eine Fläche von etwa 290 Hektar - das entspricht gut 400 Fussballfeldern.