Unwetter

Zahl der Todesopfer auf Madeira steigt weiter

Überschwemmungen auf Madeira legen Telefonverbindungen lahm

Überschwemmungen auf Madeira legen Telefonverbindungen lahm

Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind bei schweren Unwettern mit Überschwemmungen mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 weitere verletzt worden. Hunderte Bewohner mussten wegen drohender Erdrutsche am Wochenende ihre Häuser verlassen.

Die Rettungskräfte befürchteten, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Die Helfer erwarteten dringend die von der Zentralregierung in Lissabon angekündigte Unterstützung für die Rettungseinsätze, sagte er. Es herrschten "chaotische Zustände", berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

Der Dauerregen auf der Atlantikinsel entwickelte sich nach Augenzeugenberichten in der Nacht zum Samstag zu sintflutartigen Wolkenbrüchen, die Flüsse über die Ufer treten liessen und Strassen zu Sturzbächen machten. Die Wassermassen rissen Bäume und Brücken fort und hinterliessen Morast und Müll.

Im niedriger gelegenen Teil der Inselhauptstadt Funchal mussten Rettungskräfte wegen Einsturzgefahr mehrere Häuser evakuieren. Hunderte Menschen müssen umquartiert werden, wie Vize-Regionalgouverneur João Cunha mitteilte. Die Rettungsarbeiten wurden von Sturmböen mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern erschwert.

Auf weiten Teilen der "Blumeninsel" mit ihren rund 250'000 Einwohnern fielen Strom und Telefonverbindungen aus. Betroffen waren vor allem die Region um die Hauptstadt und der südliche Teil des Eilands. Im gebirgigen Inneren der Insel waren einige Orte von der Aussenwelt abgeschnitten. Der internationale Flughafen wurde bis auf weiteres geschlossen.

Aus Lissabon wurden am späten Samstagabend eine Fregatte der Marine und ein Ärzteteam nach Madeira entsandt. Am Sonntag sollten weitere Rettungskräfte der Gendarmerie und der Feuerwehr vom Festland aufbrechen. Die Behörden riefen die Inselbewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Madeira liegt rund rund 900 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt.

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