Befreit wurde der Bär aus dem Käfigturm, wohin er sich am 11.11. 2008 zurückgezogen hatte. Das zottlige Wesen wurde von einer grossen Menschenmenge und den schrägen Klängen von Guggenmusiken begrüsst. Diese nahmen danach die Innenstadt in Beschlag.

Unter dem Jubel der Menschenmenge zeigte sich der Bär pünktlich um 20 Uhr am Fenster, anfänglich noch mit der Nachthaube auf dem Kopf. Mit Hilfe zweier kleiner Bären, die zuerst waghalsige Kunststücke am Seil vorführten, bestieg er eine Hebebühne und liess sich ins Gewühl absenken. Nun konnte der Fasnachtsbetrieb losgehen.

Weitere Höhepunkte der nach Luzern und Basel drittgrössten Fasnacht im Lande sind die Kinderfasnacht vom Freitagnachmittag und der Fasnachtsumzug vom Samstag mit 57 Gruppen. Der Verein Bärner Fasnacht (VBF) erwartet hier entlang der Route vom Nydeggstalden zum Bundesplatz 70 000 bis 100 000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Nach dem Umzug versammeln sich rund 30 Guggen zum Monsterkonzert auf dem Bundesplatz. Dem VBF widerfuhr 2007 grosse Ehre: Er erhielt für sein "unbeirrtes Engagement und den Ideenreichtum" den mit 100 000 Franken dotierten Kulturpreis der Burgergemeinde Bern. Damit konnte er nun unter anderem die Kram- und Gerechtigkeitsgasse für die närrische Zeit neu dekorieren.