AirAsia-Absturz

Wrack soll in 30 Meter Tiefe mit dem Dach nach unten liegen

Schlechtes Wetter behindert in Indonesien die Bergung der beim Absturz der AirAsia-Maschine umgekommenen Opfer. Sechs Leichen sind bislang gefunden worden. Ein Marineschiff soll Bilder von einem Wrack gemacht haben.

Eines der Opfer habe eine Rettungsweste getragen, andere hätten ihre Bekleidung noch vollständig am Körper gehabt, sagte ein Mitglied der Rettungskräfte der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Beides deutet darauf hin, dass die Maschine nicht von einer plötzlichen Katastrophe getroffen wurde und dass die Passagiere vor dem Aufprall noch eine Zeit zum Reagieren hatten. 

Mehrere Schiffe, Helikopter und Taucher stünden bereit, um weitere Opfer und Wrackteile aus dem Wasser zu ziehen, hiess es weiter. Sie müssten aber auf eine Wetterbesserung warten. Das Meer dürfte an der Absturzstelle weniger als 100 Meter tief sein. 

Berichte über Wrackfund

Die Einsatzkräfte haben inzwischen vor der Insel Borneo mit Sonargeräten in einer Tiefe von 30 bis 50 Metern ein ungewöhnlich grosses Objekt auf dem Meeresboden entdeckt, bei dem es sich wahrscheinlich um das vermisste Flugzeug handelt. Der Flugschreiber, der Aufschluss über die Absturzursache geben könnte, ist bislang noch nicht geborgen worden.Unbestätigten Meldungen zufolge, soll die Maschine mit dem Dach nach unten auf dem Meeresgrund liegen. Das Sonarbild ist bislang noch nicht veröffentlicht worden.

Der Fundort befindet sich demnach westlich von Kumai auf Borneo. In der Region waren am Dienstag auch die ersten Wrackteile und Opfer an der Wasseroberfläche gesichtet worden. Das Wrack liegt nach diesen Angaben mit dem Dach nach unten.

Opfer sollen auf Insel gebracht werden

Die Opfer und die Wrackteile sollen zunächst in den nächstgelegenen Küstenort gebracht werden. Das ist Pangkalan Bun auf der Insel Borneo. Dort standen Särge bereit, in denen die 162 Opfer zur Identifizierung an den Ausgangsflughafen Surabaya gebracht werden sollen. Das ist die zweitgrösste Stadt Indonesiens, nach Jakarta.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer QZ8501 war am Sonntagmorgen auf dem Weg nach Singapur, als die Maschine vom Radar verschwand. Die Suche nach dem Wrack verlief zweieinhalb Tage erfolglos. Am Dienstag entdeckte die indonesische Luftwaffe das Trümmerfeld 185 Kilometer südwestlich von Pangkalan Bun, zehn Kilometer von der Position entfernt, wo der Radarkontakt abgebrochen war. Die Ermittler gehen davon aus, dass alle Insassen ums Leben kamen.

Nach der Bergung der Opfer hat das Auffinden der Blackboxen höchste Priorität. Die Geräte zeichnen die Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über die Unglücksursache. Der erfahrene Pilot hatte zwar eine Gewitterfront vor sich gemeldet. Das ist für Flugzeuge aber normalerweise kein Problem. Er setzte keinen Notruf ab.

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