Rückkehr des Wolfes

Wolf vergreift sich auch in der Waadt an Nutztieren

Wolf in der Waadt angekomen (Symbolbild)

Wolf in der Waadt angekomen (Symbolbild)

Nachdem Wölfe in den letzten Wochen in den Kantonen Bern, Freiburg, Luzern und Wallis Schafherden attackiert haben, vermeldet nun auch die Waadt einen Angriff von Meister Isegrim. In der Region Grand Muveran soll er am letzten Wochenende zwei Ziegen getötet haben.

Wie der Waadtländer Wildhüter mitteilte, haben Wölfe seit dem Frühjahr alleine in den Nachbarkantonen Bern und Freiburg 38 Schafe gerissen. Alle getöteten Tiere seien dem Wolf schutzlos ausgeliefert gewesen, da die Züchter keine Massnahmen getroffen hatten.

Der Waadtländer Wildhüter appellierte deshalb an die Wachsamkeit der Waadtländer Züchter und forderte sie in einem Brief auf, alle nötigen Vorkehrungen zum Schutz der Herden zu treffen.

Im Wallis hatten die Behörden Mitte Juli eine Abschussbewilligung für einen Wolf verweigert, weil der betroffene Züchter keine Schutzmassnahmen getroffen hatte. Im luzernischen Entlebuch wurde der Abschuss eines Wolfes derweil bewilligt, obwohl die angegriffenen Herden nicht genügend geschützt waren.

Die Behörden begründeten den Schritt damit, dass der Wolf erst im Frühling 2009 - nach 200 Jahren Kantonsabwesenheit - nach Luzern zurückgekehrt sei und deswegen das Wolfskonzept noch nicht konsequent angewendet werde.

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