Gleis 2

Wohnungen, Parkplätze und ein Kulturhaus

Vor dem ehemaligen Wohlfahrtshaus der Hero: Spatenstich mit den Beteiligten der Lenzburger Überbauung «Gleis 2». (Fritz Thut)

Spatenstich Lenzburg

Vor dem ehemaligen Wohlfahrtshaus der Hero: Spatenstich mit den Beteiligten der Lenzburger Überbauung «Gleis 2». (Fritz Thut)

In Lenzburg erfolgte der Spatenstich für die Überbauung «Gleis 2», die private und öffentliche Nutzung kombiniert. In der Nähe des Bahnhofs entsteht in den nächsten Monaten eine Überbauung mit 58 Wohnungen, über 100 öffentlichen Park-and-ride-Plätzen. Die Bauherrin will zudem das bisherige Hero-Wohlfahrtshaus in ein Kulturhaus umwandeln.

Fritz Thut

Spatenstiche für Grossprojekte jagen sich in Lenzburg im Monats-, ja fast Wochenrhythmus. Gestern erfolgte nun der Startschuss zur Überbauung «Gleis 2». Am Niederlenzer Kirchweg, vis-à-vis dem aktuellen Hero-Verwaltungsgebäude, werden bis Ende 2010 in vier Wohnhäusern total 58 Eigentums- und Mietwohnungen realisiert.

Für die Öffentlichkeit relevant sind Rahmenumstände des geplanten 35-Millionen-Franken-Projekts. Im zweiten Untergeschoss ist der Bau von 125 Park-and-ride-Plätzen für Pendler vom nahen Bahnhof vorgesehen. Zudem hat die Bauherrin mit dem Baugrund das so genannte «ehemalige Wohlfahrtshaus der Hero» erworben. Dieses Gebäude wird nicht abgerissen, sondern soll lokalen Kulturveranstaltern und -schaffenden zugänglich gemacht werden.

Wohnungen in Minergie-P

Die Bauherrin, die CoOpera-Pensionskasse, hat bereits früher in Lenzburg das sanft zu einem Gewerbezentrum ausgebaute «Gleis 1» erworben und verfolgt nun mit dem Grossprojekt, das etwa einen Zehntel des Stiftungsvermögens bindet, eine Arrondierung des Areals. «Für uns ist dies ein grosser Brocken», hielt Geschäftsführer Daniel Maeder fest und verriet nebenbei auch, dass man auch am Erwerb des Hero-City-Areals interessiert gewesen sei.

Angesichts der hohen ethischen Anlage-Grundsätze - «wir machen fast ausschliesslich Direktinvestitionen und kennen so alle Objekte, in die wir Geld stecken», so Maeder - erstaunt es nicht, dass die 58 Zweieinhalb- bis Viereinhalbzimmerwohnungen nach Minergie-P-Standard erstellt werden.

Zwei Parkebenen

Stadtammann Hans Huber freute sich am Spatenstich «über die Aufwertung dieses Quartiers, das über etliche Jahre vernachlässigt worden ist». Es gehe hier um hochwertigen Wohnraum, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, jenes Symbols für die gute verkehrsmässige Erschliessung der Stadt.

Der nahe Bahnhof hat dazu geführt, dass die Projektverfasser von der W. & R. Leuenberger AG in Sursee zwei unterirdische Parkebenen vorsehen. Im ersten Untergeschoss sollen Bewohner und Nachbarn Parkplätze bekommen und im zweiten Untergeschoss, so der Baubeschrieb, sind 125 Park-and-ride-Plätze vorgesehen. Die Stadt zeigt sich interessiert, doch ist noch keine Vereinbarung unterzeichnet.

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