Wohnen auf der Kilbigwiese

Siegreiche Studie für die künftige Überbauung der Erlinsbacher Kilbigwiese. (Bild: zvg)

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Siegreiche Studie für die künftige Überbauung der Erlinsbacher Kilbigwiese. (Bild: zvg)

Studienauftrag für Erlinsbacher Entwicklungsgebiet zeigt klaren Sieger.

Die Gemeindeparzelle 3513 an der Kilbigstrasse in Erlinsbach steht zum Verkauf. Die Gemeindeversammlung vom 19. Juni dieses Jahres hat dem Gemeinderat die entsprechende Kompetenz erteilt. Im Rahmen der Revision der Nutzungsplanung wurde das Grundstück von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in die Zone W3 umgeteilt. Es sollen Mehrfamilienhäuser erstellt werden, die sich nach dem Willen der Behörde «harmonisch in das Quartierbild einfügen.» Um dies zu gewährleisten, hat der Gemeinderat einen Studienauftrag mit verschiedenen Vorgaben und Auflagen an fünf Architekturbüros erteilt.

Verschiedene Lösungsansätze

Ein aus Fachleuten zusammengesetztes Gremium hat die Eingaben beurteilt. Das gesetzte Ziel, im Rahmen des Studienauftrags verschiedene Lösungsmöglichkeiten vergleichen und die am besten geeignete auswählen zu können, wurde erfüllt. Die eingegangenen Vorschläge haben ein erfreulich breites Spektrum verschiedener Lösungsansätze aufgezeigt und damit eine sehr gute Diskussionsgrundlage geliefert.

Die gestellte Aufgabe war bezüglich der Abwägung ortsbaulicher, gestalterischer und ökonomischer Aspekte anspruchsvoll, und die eingereichten Arbeiten zeigen in vielen Bereichen interessante, sorgfältig erarbeitete und zum Teil auch innovative Lösungsansätze. Zum Siegerprojekt wurde die Eingabe der Kim Strebel Architekten GmbH, Aarau, erkoren. Mit ihrem Projekt reagieren die Verfasser auf das Spannungsfeld zwischen der Zonierung (W3-Insel) und der umgebenden, meist kleinteiligen Nachbarbebauung, indem sie die Baumasse auf insgesamt fünf Baukörper aufteilen. Um deren Massen- und Grössenwirkung zusätzlich zu vermindern, werden alle Bauten abgewinkelt und die Geschosse werden durch eine unterschiedliche Ausbildung der Balkone differenziert.

Ziel sind 43 Wohneinheiten

Daraus resultiert eine gut auf das Umfeld abgestimmte, abwechslungsreich wirkende Überbauung. Die optische Kontinuität und damit der Eindruck einer einheitlichen, über das ganze Areal durchlaufenden Aussenraumgestaltung, sind gewährleistet. Die vorgeschlagene Wegführung, Bepflanzung und Ausstattung lassen stimmige, dem Charakter der Bauten entsprechende Freiräume erwarten. Die Parkierung erfolgt unterirdisch. Die Ausrichtung der insgesamt 43 Wohnungen (davon 7 Attikawohnungen) ist in Relation zu den anderen Baukörpern und dem baulichen und naturräumlichen Umfeld sorgfältig ausgewählt, die Grundrisse sind gut nutz- und möblierbar. Der angestrebte Minergie-Standard ist gut realisierbar.

Aus der Sicht des Beurteilungsgremiums zeigt das Projekt unter Berücksichtigung aller Aspekte, «dass das vollständige Ausschöpfen der baurechtlich zulässigen Dichte möglich und sinnvoll ist», heisst es aus dem Gemeindehaus. Im Rahmen des vorgeschlagenen Konzepts resultiert sowohl eine hohe Wohnqualität für die neuen Wohnungen wie auch eine gute Einpassung in das bestehende bauliche Umfeld. Der Entwurf überzeugt durch seine Massstäblichkeit, das breit gefächerte und qualitativ gute Grundrissangebot sowie die äussere Gestaltung der Bauten. Er verspricht damit gute Marktchancen und bildet eine solide Grundlage für eine Weiterbearbeitung. (pd/az)

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