Pro Natura
Wird für Alternativenergien zu viel Landschaft geopfert?

Wer Schlaf sucht, wird derzeit bestimmt in einer der vielen Generalversammlungen (GV) fündig. An der GV der Pro Natura Aargau fiel jedoch laut einer Mitteilung kein Auge zu.

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Pro Natura Aargau

Pro Natura Aargau

Aargauer Zeitung

Präsident Thomas Urfer ehrte nicht nur Vogelschützerin Hedy Marolf. Ganz im Sinne des selbstlosen Kämpfers bekam alt Fischerpräsident Dölf Bolliger von Pro Natura symbolisch 1000 Kubikmeter Kies aus Fischbach-Göslikon geschenkt. Von der Reuss abgetragen, werden sie im Fluss zur Kinderstube für Äschen und Forellen.

Regierungsrat Peter C. Beyeler freute sich über die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Pro Natura Aargau und warb für das neue Baugesetz. Gerne helfe er, die geopferte Mehrwertabgabe in anderem Zusammenhang wieder aufzunehmen.

Übereifer im Bereich Alternativenergie könnten zu massiven Schäden an Gewässern und Landschaft führen, warnte Jürg Zbinden. Sein Auftrag, eine Liste von Fragen zu beantworten, wurde einstimmig angenommen. Präsident Urfer betonte, dass die Sektion in nationalen Aspekten keine autonomen Entscheide treffe. Er teilte jedoch die Befürchtung, dass zu viele Bäche und zu viel Landschaft der Alternativenergie-Euphorie geopfert und am Schluss dennoch ein weiteres AKW gebaut werde. (mz/pna)