Bätterkinden

«Wir wollen es anpacken»

Der Skatepark von Bätterkinden soll saniert werden.

Skater

Der Skatepark von Bätterkinden soll saniert werden.

Der Skatepark von Bätterkinden dümpelt vor sich hin – doch das soll sich ändern Komfortabler könnte die Ausgangslage für die Skater rund um Bätterkinden nicht sein: Ein freiwilliger Helfer und Kenner der Szene hat sich gemeldet, den Jugendlichen beim Sanieren des Skateparks zu helfen – wenn sie es denn selber auch wollen.

Marisa Cordeiro

Ein Rattern war am Donnerstag Abend schon von Weitem zu hören. Hinter der Bätterkinder Saalanlage sassen geschätzt 30 Jugendliche herum. Manche vom ihnen bretterten mit ihren Skates über die Rampen oder rutschten den Stangen entlang, die mancherorts sichtlich abgenutzt, lose oder gar kaputt sind.
Der Skateanlage in Bätterkinden täte ein Handanlegen gut. Zwar wird sie von diversen Gruppen - von Solothurn bis Burgdorf, von Einradfahrern bis Hundehaltern - regelmässig aufgesucht. Doch seit sich die einstige Betreibergruppe aufgelöst hat, fühlt sich für die Anlage niemand mehr verantwortlich (wir berichteten).

50 000 Franken stehen bereit

Um den Skatepark vor dem Verlottern zu retten, fand am Donnerstag Abend vor Ort eine Info-Anlass statt, der von der Jugendarbeit Unteres Fraubrunnenamt und den Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf und Wiler organisiert wurde. Nicht selten kommt es vor, dass solche Veranstaltungen von verlegenem Schweigen geprägt, letztlich ernüchternd enden. Diesmal war es aber anders: Von Beginn weg signalisierten die Jugendlichen ihre Bereitschaft sich zu engagieren - und damit auch Verantwortung übernehmen zu wollen.

Wobei die Ausgangslage für sie komfortabel ist: Der Bätterkinder Gemeinderat Hermann Schmidli (SP) wartete mit einer Überraschung auf: «Im Finanzplan der Gemeinde sind 50 000 Franken vorgesehen, die euch für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen», sagte er. Zweitens hat sich Stefan Strahm (30) - ein Kenner der Szene und Nachbar des Skateparks - freiwillig gemeldet, die Jugendlichen zu unterstützen. «Ich helfe gerne und sofort, doch die Initiative muss von euch kommen», sagte er. Nach der Veranstaltung fügte er mit einem Schmunzeln an: «Dabei schaut schliesslich auch für mich etwas raus. Dann kann ich ab und zu auch hierher zum Skaten kommen.»
Strahms Tatendrang war nicht zu überhören: «Wie wärs, wenn wir bereits diesen Sommer die eine oder andere Kleinigkeiten ersetzen? Immerhin gehts hier auch um die Sicherheit.»
Die Jugendlichen nickten zustimmend und ergänzten: «Es bräuchte auch Putzmaterial, denn ohne den Platz von Laub und Blüten zu säubern, können wir nicht fahren.» Und Strahm fügte an: «Genau, Abfalleimer inklusive Aschenbecher müssen auch her, und zwar als Erstes.»

Sie wollen am Ball bleiben

Vor der damit verbundenen Verantwortung scheuen zumindest Robin Metter (15) und Vincent Siegentahler (16) nicht zurück, wie sie beide bekräftigen. Sie seien oft hier, weshalb ihnen der Park am Herzen liege. Letztlich waren es zehn Jugendliche, die sich auf der Liste eintrugen, womit sie zu erkennen gaben, dass sie bereit wären, sich in einer neuen Betreibergruppe zu engagieren. Um am Ball zu bleiben, vereinbarten sie auch gleich einen Termin für die erste Sitzung. An dieser sollen dann die Betreibergruppe konstituiert und erste Schritte dingfest gemacht werden.

Meistgesehen

Artboard 1