«Wir sind nicht tot»

Luzern-Trainer Rolf Fringer mit seinem ehemaligen Schützling Jeff Saibene

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Luzern-Trainer Rolf Fringer mit seinem ehemaligen Schützling Jeff Saibene

FC-Aarau-Trainer Jeff Saibene spricht jeden Montag mit a-z.ch über sein Wochenende. Heute über Geburtstage und verpasste Chancen.

Jeff Saibene, die bittere Niederlage gegen Luzern war nicht gerade ein schönes Geburtstagsgeschenk.
Jeff Saibene: Nein, überhaupt nicht. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Nach dem 2:2 sind wir vielleicht etwas naiv nach vorne gerannt, das war ein Fehler. Wir wollten den Sieg. Aber entscheidend ist das Resultat, Spektakel und Moral zählen am Schluss nichts. Wir wurden bitter bestraft für unsere Fehler, aber wir sind nicht tot.

Hat es trotzdem noch eine kleine Geburtstagsfeier gegeben?
Saibene: Meine Familie war hier, wir sind Essen gegangen. Aber zum feiern war mir nicht zumute.

Jetzt kommt Kritik auf. Die AZ titelt heute mit «Die Krise spitzt sich zu».
Saibene: Die Diskussion ist absolut normal, das gehört zum Geschäft. Ich spüre aber weiterhin das Vertrauen von Präsident und Sportchef. Sie sehen auch, dass die Mannschaft intakt ist.

Der Blick auf die Tabelle macht aber doch etwas Angst.
Saibene: Wir haben von Anfang an gewusst, dass wir gegen den Abstieg kämpfen. Aber der Kader ist in Ordnung. Wir werden weiterhin alles geben, um den Ligaerhalt zu schaffen.

Wie siehst du die Leistung in der Offensive? Toni Lehtinen hat zum ersten Mal einen etwas längeren Einsatz.
Saibene: Er braucht noch Spielpraxis, da er seit Mai nicht mehr richtig gespielt hat. Aber ich habe gute Ansätze gesehen. Schade nur, dass er seine grosse Chance (Lehtinen stand alleine vor dem Luzerner Tor und scheiterte an Torhüter Zibung, Anm. d. Red.) nicht genutzt hat. Sonst kann ich nicht viel an der Leistung der Mannschaft aussetzen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, haben Freistossvarianten einstudiert, die auch funktioniert haben. Es fehlte einfach das Glück im Abschluss.

Interview: Adrian Eng

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