Rugg
«Wir hoffen, das war ein einmaliges Erlebnis»

Auch rund um das bestehende Ruggacker-Gebäude könnte es Altasten im Boden haben. Dies wird sich jedoch erst während der Sanierung zeigen.

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Limmattaler Zeitung

Bettina Hamilton-Irvine

Weniger als eine Woche nach der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau des Alters- und Gesundheitszentrums Ruggacker folgte die böse Überraschung: Beim Aushub wurden Altlasten in Form von Asphalt und Schlacke gefunden (LiZ vom 8. 4. 09). Der Stadtrat musste zusätzliche 330 000 Franken bewilligen, um die betroffenen 2000 Tonnen Erdreich zu beseitigen. Sie wurden zur Entsorgung einem Zementofen zugeführt.

«Diese Arbeiten sind nun so weit abgeschlossen», bestätigt Dietikons Hochbauvorsteherin Gertrud Disler, und fügt an: «Wir hoffen, dass wir bei der Sanierung des Ruggackers 1 nicht auch noch Altlasten finden.»

Gewissheit in eineinhalb Jahren

Asphalt und Schlacken stammten aus den 1960er-Jahren. Damals wurden sie beim Bau des bestehenden Altersheims, Ruggacker 1, zur Aufschüttung der Baugrube verwendet. Deshalb wäre es möglich, dass rund um den bestehenden Bau ebenfalls noch Altlasten auftauchen würden, wie Disler erklärt. Dies werde man jedoch erst in etwa eineinhalb Jahren wissen, wenn man mit der Sanierung so weit sei: «Da könnte es allenfalls nochmals eine Überraschung geben. Doch wir hoffen, das war ein einmaliges Erlebnis.» Wie die Hochbauvorsteherin beim Fund der Altlasten im April betonte, gehe «keine akute Gefahr» vom belasteten Material aus.

Die Arbeiten am Neubau, dem Ruggacker 2, laufen zurzeit leicht verzögert. Dies sei jedoch nicht nur aufgrund der nun entfernten Altlasten der Fall, so Disler: «Auch die Vergaben dauerten etwas länger als geplant.»

Auch Sanierung leicht verzögert

Zurzeit rechnet man mit einer Fertigstellung des Neubaus im Oktober 2010 - statt wie ursprünglich geplant im Frühsommer 2010. Durch den neuen Zeitplan verzögert sich jedoch auch die Sanierung des bestehenden Heims, da die Bewohnerinnen und Bewohner während der Umbauarbeiten in den Neubau verlegt werden. Der Abschluss dieser Arbeiten ist nun für Frühling 2012 geplant. «Wir hoffen, dass jetzt alles planmässig läuft und wir diese Daten einhalten können», meint Disler.

Insgesamt 75 Plätze mehr

Im Neubau, dem Ruggacker 2, entsteht eine Seniorenresidenz mit 55 Plätzen, aufgeteilt auf 27 Ein- und 14 Zwei-Zimmer-Wohnungen. Im Ruggacker 1 wird im Zuge der Sanierung die Platzzahl um rund 20 auf fast 90 Plätze gesteigert.

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