«Wir halten uns gegenseitig zur Ordnung an»

Fünf junge Männer aus Seengen und Egliswil treiben vor allem Sport auf dem Campingplatz.

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Camping

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Aargauer Zeitung

Margrit Rüetschi

«Mens sana in corpore sano» scheinen sich die fünf jungen Leute aus Seengen und Egliswil auf die Flagge geschrieben zu haben. Sport prägt bei den sympathischen Lehrlingen und Schülern den Tageslauf auf dem Campingplatz. Manuel Meier, (13), Raphael Zeltner (16), Simon Zeltner (18), Nathanael Zbinden (16) und Iwan Alijew (17) haben eben ein sättigendes Birchermüesli als Stärkung für die sportliche Betätigung zu sich genommen.

Das Essen im Strandbad-Restaurant liegt für die schmalen Budgets nicht drin. Hin und wieder eine Portion Pommes frites leisten sie sich aber schon. Manchmal fahre einer von ihnen mit dem Velo nach Hause, um das Essen für die ganze Crew zu kochen und auf den Zeltplatz zu bringen, erfährt man. Am Abend sei meistens gemütliches Bräteln an der lauschigen Camping-Feuerstelle am See angesagt.

Sport und Chillen

Neben dem Sport kommt auch das Chillen nicht zu kurz, Pokern und Jassen gehören als Abwechslung dazu. Toll finden es die jungen Männer, dass auf dem Campingplatz Tennwil Dart- und andere Spiele organisiert werden, bei denen es attraktive Preise zu gewinnen gibt.

Einer der Jugendlichen (Nathanael Zbinden) kennt den Campingplatz Tennwil von Wohnwagen-Ferien mit seinen Eltern. Simon Zeltner, nomen est omen, hat in Tennwil vor ein paar Jahren einen Segelkurs besucht und das Leben auf dem Platz dabei aus nächster Nähe beobachtet.

Später einmal ans Meer

Die Männergruppe findet es praktisch, dass sie so nahe von zu Hause tolle und preisgünstige Ferien verbringen können. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie in der gleichen Zusammensetzung später einmal Ferien am Meer verbringen werden, meinen sie.

Dass sie auf dem Campingplatz Tennwil zelten dürfen, obwohl die wenigsten von ihnen die Altersgrenze von 18 Jahren erreicht haben, ist dem Goodwill von Platzwart Dani Leuenberger zu verdanken. «Wir mussten ihm versprechen, dass wir Ordnung halten und weder Drogen noch Alkohol konsumieren werden», erklären sie. Diese Abmachung werde natürlich strikt eingehalten. Tatsächlich sind die beiden Zelte mustergültig aufgeräumt, die Decken sorgfältig zusammengefaltet. «Wir halten uns gegenseitig zum Ordnunghalten an, sonst fnden wir ja überhaupt nichts mehr», meinen die fünf Jungs pragmatisch.