Fachstelle für Altersfragen

«Wir haben ein einzigartiges Angebot»

Lösen Altersfragen gemeinsam: v. l. Daniela Oehrli, Badener Stadträtin, Cornelia Biasca, Frau Gemeindeammann Killwangen, Roland Guntern, Leiter der Fachstelle für Altersfragen Region Baden, Therese Schneider, Gemeinderätin Obersiggenthal, Fritz Gläser, Gemeinderat Ennetbaden, und Brigitte Diggelmann, Gemeinderätin von Bergdietikon. (atp)

Fachstelle für Altersfragen

Lösen Altersfragen gemeinsam: v. l. Daniela Oehrli, Badener Stadträtin, Cornelia Biasca, Frau Gemeindeammann Killwangen, Roland Guntern, Leiter der Fachstelle für Altersfragen Region Baden, Therese Schneider, Gemeinderätin Obersiggenthal, Fritz Gläser, Gemeinderat Ennetbaden, und Brigitte Diggelmann, Gemeinderätin von Bergdietikon. (atp)

Fünf Gemeinden der Region Baden führen seit zehn Jahren gemeinsam eine Fachstelle für Altersfragen. Die neue Leistungsvereinbarung ab 2010 bringt ein modulartiges Angebot, das weiteren Gemeinden der Region offensteht.

Andreas Tschopp

«Es ist uns allen daran gelegen, dass, wenn wir ins Alter kommen, die Sache stimmt»: Mit diesem Ausspruch brachte Fritz Gläser, Gemeinderat in Ennetbaden, das Anliegen auf den Punkt, für welches er gestern zusammen mit den Vertreterinnen vier weiterer Gemeinden im Restaurant Roter Turm vor die Presse trat. «Die demografische Entwicklung erhält einen immer höheren Stellenwert und hat Konsequenzen für die Gemeinden, die nun voll verantwortlich sind in Altersfragen», machte die Badener Stadträtin Daniela Oehrli dabei deutlich. Deshalb sei es wichtig, dass Gemeinden professionelle Unterstützung erhielten bei der Bewältigung dieser Aufgabe. Die Region Baden hat dabei Pionierarbeiten geleistet.

Pionierrolle für die Region Baden

Bereits 1999 haben Baden und Ennetbaden als Massnahme aus ihrem 1992 erstellten Betagtenbetreuungskonzept eine Informations- und Fachstelle für Altersfragen eingerichtet. Gedacht war diese ursprünglich als Anlaufstelle für die ältere Bevölkerung. Nachdem für diese mit dem Seniorenrat 2003 eine eigene Interessenvertretung geschaffen wurde, wurde der Fokus jedoch darauf verlegt, eine Servicestelle zu schaffen für die Gemeinden. Auf diese kommen nicht nur wegen der demografischen Entwicklung, sondern auch infolge neuer gesetzlicher Vorgaben (Pflegegesetz) immer mehr Anforderungen zu.

Ab 2006 wurde die bestehende Stelle deshalb auf die Gemeinden Obersiggenthal, Bergdietikon und Killwangen ausgedehnt und fortan regional geführt. Dies vorerst in einer zweijährigen Pilotphase, die verlängert wurde. «Das Angebot ist schweizweit einzigartig, da es gemeindeübergreifend ist», hob Fritz Gläser hervor. Nun wurde eine neue, ab 2010 gültige Leistungsvereinbarung abgeschlossen mit der Pro Senecute Aargau für die Fachstelle.

Angebot wird geschätzt und gelobt

Neben einem neuen Namen (Fachstelle für Altersfragen Region Baden) bringt diese neu einen modulartigen Aufbau des Angebots (siehe Kasten), das nach eigenen Bedürfnissen genutzt werden kann von den Gemeinden. Wie Fachstellenleiter Roland Guntern erklärt, sei das Interesse weiterer Gemeinden an einer Zusammenarbeit vorhanden. Diese kommt die Gemeinden nicht nur finanziell günstiger, wie Daniela Oehrli betonte, sondern ist schlicht unabdingbar. «Wir sind auf die Fachstelle angewiesen», hob Cornelia Biasca hervor als Vertreterin der kleinsten Gemeinde im Verbund. Dieser wird auch vom sonst nach Zürich orientierten Bergdietikon geschätzt und gelobt von Obersiggenthal, «da wir die Kompetenz sonst selbst aufbauen müssten», so Gemeinderätin Therese Schneider.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1