Currywurst

«Wir geben nicht auf»

Frank Klawitter will im Aargau Currywürste verkaufen - noch hat er aber keinen Standort gefunden.

«Wir geben nicht auf»

Frank Klawitter will im Aargau Currywürste verkaufen - noch hat er aber keinen Standort gefunden.

Ein gebürtiger Berliner will im umgebauten Transporter Currywürste verkaufen. Dafür sucht «Mr. Currywurst» in Baden und Wettingen Standplätze – bisher jedoch vergeblich.

Andreas Tschopp

Was vermissen Deutsche in der Schweiz? Die Currywurst. Das hat der gebürtige Berliner Frank Klawitter anhand von Einträgen in Internetforen festgestellt – und daraus mit seiner italienischen Partnerin Carla Garza eine Geschäftsidee entwickelt.

«Die Idee ist über ein halbes Jahr gereift. Wir sind extra nach Berlin gereist, um die richtige Rezeptur zu finden», erläutert Carla Garza. Sie hätten erst an einen Anhänger gedacht und seien dann zum Schluss gekommen, einen VW-Transporter umzubauen in einen fahrbaren Wurststand. Rund 80000 Franken hat das Paar, das sich vor zwei Jahren am Arbeitsort in Spreitenbach kennen gelernt hat, darauf in die Einrichtung des neuen Currywurst-Mobils investiert.

Die Feuertaufe erlebte dieses Ende Mai an einem Firmenfest. In der Folge machte «Mr. Currywurst», so der offizielle Firmenname, Station am Argovia-Fest, während der Fussball-WM auf der Inselarena in Wettingen und am Wettinger Fäscht. Zur längerfristigen Betriebssicherung sind jedoch fixe Standplätze gefragt, die regelmässig bedient werden.

Solche hat «Mr. Currywurst» bisher in Turgi und Birr-Lupfig sowie Dietikon gefunden auf Privatterrain. In Baden und Wettingen hingegen konnte das Mobil bisher nicht «landen». Es gebe keinen Platz auf öffentlichem Grund, habe die Stadt auf ihre mündliche Anfrage geantwortet, sagt Garza. So etwas müsse schriftlich beantragt werden, betont Max Romann, Vizekommandant der Stadtpolizei. Aus «sicherheitstechnischen Gründen» verwehrt bleibt auch die Benützung des Zen-trumsplatzes in Wettingen, wo das Paar wohnt. «Wir geben nicht auf», betont Garza und hofft auf eine Lösung bei der Aussprache nächste Woche.

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