Camping Tennwil

«Wir erhalten nützliche Tipps, man hilft sich gegenseitig aus»

Sandra Spillmann, Rafael und Vanessa sowie das Gschpänli Joëlle (rechts) haben gerade gefrühstückt. Sie wissen immer etwas zu tun. (Bild: Margrit Rüetschi)

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Sandra Spillmann, Rafael und Vanessa sowie das Gschpänli Joëlle (rechts) haben gerade gefrühstückt. Sie wissen immer etwas zu tun. (Bild: Margrit Rüetschi)

Sandra Spillmann und ihre Familie schlagen zum zweiten Mal das Zelt in Tennwil auf.

Margrit Rüetschi

Als mit allen Wassern gewaschene Waldspielgruppen-Leiterin fällt es Sandra Spillmann nicht schwer, den Mittwoch positiv in ihre Zeltplatz-Ferien aufzunehmen. Eben hat die Zetzwilerin mit ihren Kindern Vanessa, 12, und Rafael, 14, ein verspätetes Frühstück bei Nieselregen eingenommen. Nutella und Kaffeerahm stehen noch auf dem Tisch, die Brosamen vom Zmorgebrot werden schnell weggewischt.

Früher gings zum Zelten nach Spanien

Gut gefällt es dem Trio auf dem Zeltplatz Tennwil, das sieht man auf den ersten Blick. Bereits zum zweiten Mal hat die Familie aus dem Wynental ihr Zelt in Tennwil aufgeschlagen. Nachdem die Eltern mit den damaligen Kleinkindern früher Zeltplatzferien in Spanien gemacht haben, wollte Sandra Spillmann, in Birrwil aufgewachsenes «Seekind», im letzten Sommer wieder einmal wissen, wie das Campieren in der Nähe sei. Ein winzig kleines Iglu-Zelt von der Migros musste für das Experiment hinhalten. Zum Schlafen genügte die kleine Behausung zwar schon. Für den Rest der Ferien durfte die Familie aber für eine Woche ins geräumige Zelt einer Bekannten ausweichen.

Für die jetzigen Sommerferien wurde eine andere Lösung gefunden. «Von meinen Schwiegereltern haben wir einen von ihnen nicht mehr benötigten Paradiso-Camping-Klappanhänger mit Vorzelt erhalten», freut sich die Zetzwilerin. Jetzt hofft sie, dass fürs nächste Jahr mit Zeltplatz-Wart Dani Leuenberger eine Lösung für einen Dauerplatz in Tennwil gefunden werden kann.

Keine Probleme mit den Kindern

Für die ersten zwei Ferienwochen war die Familie Spillmann komplett. Nachdem er seine Batterien aufgetankt hatte, ist der als Elektromonteuer tätige Vater wieder ins Leben B ins Wynental zurückgekehrt.

Gemeinsames Käfeli mit den Nachbarn

Für den Rest der Ferien ist die Mutter mit den beiden Teenagern nun alleine. «Auf dem Campingplatz habe ich überhaupt keine Probleme mit den beiden Jugendlichen», sagt die Mutter. «Sie wissen sich den ganzen Tag zu beschäftigen, hier ist es ihnen nie langweilig». Sie selber liest, beobachtet die Vorübergehenden, lädt Zeltplatz-Gäste zu einem Käfeli ein. «Von alteingesessenen Zeltplatzbewohnern erhalte ich nützliche Tipps, man hilft sich gegenseitig aus».

Mit Gleichaltrigen «herumhängen», tratschen, spielen, schwimmen, sei bei ihr angesagt, meint Tochter Vanessa. Mit der 13-jährigen Zeltplatz-Kameradin Joëlle tauscht sie sich über Pubertäts-Probleme aus und klatscht über Jungs. Auch Rafael hat seine Gespanen gefunden. Er schläft übrigens allein im Chambre Séparée, also in jenem kuscheligen Iglu, in dem vor einem Jahr die Zeltplatz-Ära der Familie Spillmann neu begonnen hat.

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