Trockenheit

Winzer erwarten Spitzenjahrgang 2009 - auch dank der Trockenheit

Dank Trockenheit soll der Wein gut werden (Archiv)

Dank Trockenheit soll der Wein gut werden (Archiv)

Für die Trauben sind Wärme und Trockenheit dieser Tage ein Segen. Die Ernte ist in vollem Gang, und die Winzer rechnen mit einem Jahrgang, der es mit dem Spitzenwein von 2003 aufnehmen kann. Mitte Woche steigen die Temperaturen nochmals bis auf maximal 29 Grad.

Diese Woche hat in den Weinbaugebieten der Deutschschweiz die Haupternte begonnen. Die Fachleute der Kantone sind sich einig: 2009 wird ein hervorragender Jahrgang. Zur hohen Qualität der Trauben trägt auch das warme und trockene Wetter bei, das sonst vor allem Probleme wie Waldbrandgefahr und ausgetrocknete Böden mit sich bringt.

"Die Bedingungen sind so ideal wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr", sagte der St. Galler Rebbaukommissär Markus Hardegger auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Hardegger bestätigte einen Bericht des "St. Galler Tagblatts", wonach der Blauburgunder einen Zuckergehalt zwischen 93 und über 100 Oechslegraden hat: "Die Qualität ist vergleichbar mit derjenigen des Spitzenjahres 2003."

Von "hervorragender" Qualität spricht auch sein Thurgauer Amtskollege Bruno Hugentobler. Im Thurgau ist die Ernte schon fast abgeschlossen, und auch in den beiden Appenzell, im Schaffhausischen, im Kanton Zürich und in Graubünden läuft der "Wümmet" auf Hochtouren.

Auch in der Romandie sprechen die Fachleute in Superlativen. "Idealste" Bedingungen herrschen demnach im Wallis; ein "grossartiger" Jahrgang 2009 wird in der Waadt erwartet. Einzelne Traubensorten ertragen die trockene Wärme besonders gut, zum Beispiel der Humagne Rouge. Von dieser Sorte erwartet der Walliser Weinbauverantwortliche "ganz grosse Weine".

Das warme und trockene Wetter ist noch nicht zu Ende. Wie SF Meteo mitteilte, reicht der für Donnerstag erwartete Regen nicht zur Entspannung der Lage. Für die Trockenheit sei nicht nur der fehlende Regen verantwortlich, sondern auch die Verdunstung. In vielen Regionen bestehe Waldbrandgefahr, zahlreiche Gewässer seien zu Rinnsalen verkommen und Böden ausgetrocknet.

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