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Windhose verwüstet in Deutschland 65 Häuser

Verwüstung nach Windhose in Deutschland

Verwüstung nach Windhose in Deutschland

Ein Unwetter hat in einem Dorf nahe Schwerin dutzende Wohnhäuser beschädigt. Zahlreiche Gebäude in der Ortschaft Plate seien zur Zeit unbewohnbar, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Am Donnerstagabend hatten vermutlich eine Windhose sowie heftige Hagelschauer die Dächer in drei Strassenzügen in dem Ort beschädigt oder komplett abgedeckt, wobei die Bewohner laut Feuerwehr wie durch "ein Wunder" unverletzt blieben.

In einer rund hundert Meter breiten Schneise wurden neben 65 Häusern auch 17 Autos beschädigt. Bäume knickten um, Dachziegel flogen umher, Holzschuppen wurden über Gartenzäune hinweggetragen.

Die Feuerwehren mehrerer Dörfer und das Deutsche Technische Hilfswerk waren bis nach Mitternacht im Einsatz. Notunterkünfte wurden dabei nicht benötigt, da sich die Einwohner untereinander halfen.

Plates Bürgermeister Albert Hilbig ging davon aus, dass ein Tornado durch das Dorf gefegt sein müsse. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es allerdings zunächst keine Beobachtungen, die diese Annahme gedeckt hätten.

Niemand habe den für einen Tornado typischen Rüssel beobachtet, sagte DWD-Meteorologe Horst Rohner. "Aber zweifellos handelte es sich in Plate um eine schwere Gewitterzelle, vielleicht auch um eine Windhose." Mit 38 Litern je Quadratmeter sei dort zudem innerhalb einer Stunde extrem viel Regen gefallen.

Die Feuerwehr und andere freiwillige Helfer wollen alle Dächer im Dorf zumindest notdürftig flicken. Am Abend werden in der Region die nächsten Gewitter erwartet.

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