«Wiemel» verliert Wasser

Die Würenloser Badi ist in einem schlechten Zustand: Das Becken leckt, der Spielplatz lockt keine Kinder an und dem Badmeister fehlt die Sicht auf den Sprungturm.

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«Wiemel» verliert Wasser

«Wiemel» verliert Wasser

Roman Schenkel

30 Zentimeter Wasser verliert das Becken des «Wiemel» pro Woche, wenn kein Wasser zugeführt wird und kein Regen fällt. «Der Wasserverlust ist massiv, das darf nicht sein», sagte Gemeinderätin Karin Funk. An der Gemeindeversammlung vom 8. Juni wird deshalb über einen Nachtragskredit von 50000 Franken für ein umfassendes Sanierungskonzept entschieden.

Die Probleme des Schwimmbades liegen vor allem im technischen Bereich: rissige Betonplatten im Becken, spröde Fugen zwischen den Platten sowie bröckelnde Übergänge am Beckenrand und an den Treppen. «Das Schwimmbad ist 40 Jahre alt, es braucht nun einfach weitere Investitionen», sagt Funk. Bereits 2009 wurden die Toiletten und Duschen modernisiert.

Wie lange hält die Heizung?

Bei der Analyse des Bads, welche die Schwimmbadkommission erstellt, wird auch die Beckenheizung überprüft. Sie ist ebenfalls in die Jahre gekommen, und es ist unklar, wie lan-
ge sie das Wasser noch auf die richtige Badetemperatur aufheizen wird.

Die Sanierung soll auch die Umgebung einbeziehen. «Die Eintrittszahlen sind in den letzten Jahren zurückgegangen», sagt Funk. Im Jahr 2009 waren es noch 40000 Eintritte. Dies hänge auch mit der Infrastruktur zusammen. «Das Restaurant ist veraltet und der Spielplatz für Kinder wenig attraktiv. Es braucht eine Auffrischung.»

Zudem muss der Standort des Badmeisters überprüft werden. Die Sicht auf den Sprungbereich fehlt. «Das wäre bei einem Unfall haftungsrechtlich gar nicht gut», sagt Funk.