Kanton Aargau

Wieder weniger Schülerinnen und Schüler an der Volksschule

Insgesamt wurden im November 2008 an der Volksschule 72 219 Schülerinnen und Schüler gezählt.

Schule in Baden

Insgesamt wurden im November 2008 an der Volksschule 72 219 Schülerinnen und Schüler gezählt.

Nach einem starken Anstieg der Anzahl Schülerinnen und Schüler an der Aargauer Volksschule zwischen 1986 und 1996 ist seit 1997 eine rückläufige Tendenz feststellbar. Insgesamt wurden im November 2008 an der Volksschule 72 219 Schülerinnen und Schüler gezählt – das sind rund 600 oder knapp 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang betrifft sowohl die Primarschulstufe als auch die Oberstufe, heisst es in einer Mitteilung des kantonalen statistischen Amtes. Dagegen wurde im Kindergarten erstmals wieder ein deutlicher Anstieg verzeichnet.

Im Jahr 1999 wurde mit 35 123 Schülerinnen und Schülern in der Primarschule ein ähnlicher Höchstwert wie 1979 erreicht. Seither ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler als Folge der rückläufigen Geburtenzahlen stetig gesunken und lag im Schuljahr 2008/09 bei 31 328 Lernenden (inkl. Einschulungsklasse). Dies sind 3 795 oder 11 Prozent Lernende weniger als 9 Jahre zuvor.

Zahl der Kindergartenkinder erstmals wieder ansteigend

Der Bestand im Kindergarten sank zwischen 1997 und 2007 von 13 454 Kindern auf 11 214. Im letzten Jahr war erstmals eine Umkehr dieser Tendenz feststellbar - die Zahl der Kinder stieg um mehr als 300 gegenüber dem Vorjahr.

Zahl der Oberstufenschüler insgesamt rückläufig

Die Anzahl Schülerinnen und Schüler an der Oberstufe stieg bis ins Jahr 2004 auf 28 600 an. In den vergangenen vier Jahren sank der Bestand infolge des auf der Primarschulstufe bereits zuvor eingesetzten Rückgangs auf rund 27 000. Während die Zahl der Real- und der Sekundarschülerinnen und -schüler zurückging, stieg der Bestand in der Bezirksschule dagegen leicht an.

Zahl der Mittelschüler steigend

Seit dem Jahr 2002 stieg die Zahl der Mittelschülerinnen und -schüler kontinuierlich an von rund 3 900 auf 4 600 Lernende. Die Zahl der Neueintritte blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Zunahme ist auf geburtenstärkere Jahrgänge zurückzuführen.

Hoher Frauenanteil bei den kaufmännischen Ausbildungen

Insgesamt 4 521 Schülerinnen und Schüler besuchten im November 2008 eine kaufmännische Ausbildung an öffentlichen Berufsschulen. Der Frauenanteil betrug 69 Prozent. Überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler machten eine Attestausbildung als Detailhandelsassistentin beziehungsweise -assistent.

11 070 Lernende besuchten eine gewerblich-industrielle Berufsschule. Der Frauenanteil lag bei rund 26 Prozent und damit deutlich unter jenem in den kaufmännischen Ausbildungen. In den Bereichen Körperpflege und Heilbehandlung waren mit über 90 Prozent am meisten Frauen vertreten.

Dagegen fanden sich im Baugewerbe und in der Metall- und Maschinenindustrie kaum weibliche Berufslernende. Der entsprechende Frauenanteil lag dort bei 2,3 respektive 3,5 Prozent. 872 Schülerinnen und Schüler besuchten die Berufsfachschule Gesundheit und Soziales, 455 die Höhere Schule für Gesundheit und Soziales.

952 Schülerinnen und Schüler in kantonalen Brückenangeboten

952 Jugendliche nutzen seit November 2008 eines der Brückenangebote, die an der Kantonalen Schule für Berufsbildung angeboten werden. 695 nehmen an einem schulischen Brückenangebot und 257 an einem Kombijahr (Kombination von Schule und Praktikum) teil.

Knapp die Hälfte der Jugendlichen des schulischen Angebots haben ein Jahr zuvor die Sekundarschule abgeschlossen, ein Drittel die Realschule. Die Schülerinnen und Schüler des Kombijahres traten zu einem Viertel aus Real- und je zu einem Fünftel aus der Sekundarschule und den Kleinklassen in das Kombijahr ein. Nur 1,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben zuvor die Bezirksschule besucht.

Wichtige Planungsgrundlage

Die Schulstatistik wird jährlich anfangs November erhoben. Dabei wird der Bestand an Schülerinnen und Schülern unter anderem nach den Kriterien Schulart, Schulort, Wohnort, Geschlecht, Alter, Muttersprache und Nationalität erfasst. Im Rahmen der statistischen Auswertung werden die neuen Zahlen auch mit früheren Erhebungen verglichen und analysiert. Die zeitliche Entwicklung dient dem Departement Bildung, Kultur und Sport als wichtige Planungsgrundlage.

Die Schulstatistik 2008/09 des Kantons Aargau umfasst 67 Seiten und kann beim Statistischen Amt bezogen werden.

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