Grischa

Wieder verschwindet eine Dorfbeiz

Bald zum letzten Mal am Zapfhahn: Hausi und Marion Feuz mit Tochter Jessica.

Wieder verschwindet eine Dorfbeiz

Bald zum letzten Mal am Zapfhahn: Hausi und Marion Feuz mit Tochter Jessica.

Sie haben viel investiert und viele als Stammgäste gewinnen können. Nun verlassen Marion und Hausi Feuz das Restaurant Grischa in Obfelden – aus gesundheitlichen und familiären Gründen.

Ihr Start vor drei Jahren war nicht gerade einfach: Der Ruf des Restaurants Rütli, wie es damals hiess, war seit Jahren nicht der beste. Marion und Hausi Feuz, aus dem Bündnerland stammend, übernahmen das ziemlich heruntergewirtschaftete Restaurant, machten daraus das «Grischa» und investierten viel, weil sie aus dem bestehenden Inventar nichts übernehmen konnten. Sie verschönerten das Intérieur und die Gartenwirtschaft, gestalteten die Küche zweckmässig um und vermieteten in dem vom Besitzer zuvor restaurierten Haus sechs Zimmer, die stets belegt waren.
Dorfvereine und Töfffreaks kamen. Die aus allen Gesellschaftsschichten stammenden Gäste schätzten Hausis Küchenleistungen. Aus der gutbürgerlichen Küche zauberte er Cordon bleus, Wildspezialitäten und typische Bündner Gerichte wie Capuns auf die Teller. Oder für Fr. 10.50 einen Siedfleischsalat. «Sensationell gut», bemerkt dazu Stammgast Charly Odermatt.
Leise Wehmut verbreitet sich dieser Tage im Lokal, zumindest seit bekannt ist, dass das Wirteehepaar Obfelden Richtung Graubünden verlassen wird. «Wir werden unsere Gäste vermissen», sagen Marion und Hausi Feuz. Gesundheitliche und familiäre Gründe machen diesen Schritt erforderlich.
Die Zeiten der «Dorfbeiz Grischa» sind gezählt. Die künftige Ausrichtung ist anders: Geplant ist ein Gourmetlokal, das Anfang April eröffnet wird. So sucht der Stammtisch eine «neue Heimat».
Heute Freitag ist im «Grischa» «Musigstubete». Am 20. März folgt die «Austrinkete». Und wer Lust hat, sich aus dem Inventar ein Schnäppchen zu erstehen, kann das am 22./23. März tun. (-ter.)

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