Wieder Skitourenfahrer im Prättigau in Lawine umgekommen

Lawinenabgang nahe Skigebiet (Archiv)

Lawinenabgang nahe Skigebiet (Archiv)

Ein 49-jähriger Variantenskifahrer aus Deutschland ist bei Klosters GR von einer Lawine getötet worden. Der Verunglückte gehörte zu einer dreiköpfigen Skitouren-Gruppe, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.

Die Männer fuhren wegen der Lawinengefahr auf Anweiswung des ebenfalls aus Deutschland stammenden Bergführers einzeln vom Pischagrat nordwärts ein Couloir hinunter. Der 49-Jährige fuhr als Dritter los, als sich auf einer Höhe von rund 2300 Metern eine Lawine löste und den Mann mit in die Tiefe riss.

Der Begleiter und der Bergführer suchten sofort nach dem Verschütteten und hatten ihn nach etwa einer Viertelstunde teilweise ausgegraben. Die Notärztin der Rega konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Bereits am Sonntag waren im Prättigau, auf Gebiet der Gemeinde Saas, zwei Skitourengänger in einer Lawine zwei 42-jährige Skitourengänger aus den Kantonen Aargau und Zürich ums Leben gekommen.

Laut Thomas Stucki vom Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) war dort die Lawinensituation in den letzten Tagen nicht anders als im übrigen Alpengebiet.

Mit Ausnahme des mittleren und südlichen Tessins herrschte überall erhebliche Lawinengefahr, die Warnstufe drei auf der fünfstufigen Skala. Während des letzten Wochenendes sind laut Stucki eine ganze Anzahl von Schneebrettern talwärts gerutscht. Viele Wintersportler hätten dabei Glück gehabt.

Auch am Dienstag warnt das SLF fast im gesamten Alpengebiet wieder vor erheblicher Lawinengefahr. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur SDA sind diesen Winter in den Schweizer Alpen bislang 13 Personen in Lawinen ums Leben gekommen.

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