Wie viel Schulraum braucht es?

Das Schulhaus von 1951 genügt den Ansprüchen nicht mehr.

Wie viel Schulraum braucht es?

Das Schulhaus von 1951 genügt den Ansprüchen nicht mehr.

Planung für Schulbauten in Luterbach nimmt allmählich Formen an. Der mangelhafte Zustand beschäftigt iweiterhin. Bis im Sommer soll ein revidiertes Konzept vorliegen.

christof Ramser

Wie viele Kinder brauchen wie viel Schulraum? Die Frage beschäftigt in Luterbach seit längerem. Um eine Grundlage für die Schulraumplanung festzulegen, hat sich der Gemeinderat am Montagabend auf die Anzahl der zu erwartenden Schulkinder festgelegt. Gemäss Angaben des Schulleiters Rolf Caccivio ist in Luterbach mit durchschnittlich 200 Primarschülern zu rechnen. Dafür seien 10 Klassen vorzusehen. Genehmigt hat der Gemeinderat auch den Beizug des Planteams S für die fachliche Beratung. 30000 Franken sind dafür vorgesehen. Eine kompetente Beratung sei sinnvoll, sagte Gemeindepräsident Michael Ochsenbein, denn Schulbauten forderten eine Gemeinde in nahezu allen Bereichen. Und die Komplexität des Projekts sei sehr hoch. Kurt Hediger (CVP) gab zu bedenken, dass ein neues Konzept nur das Allernötigste enthalten dürfe. «Wir können uns keinen Rolls-Royce leisten.» Und so lange sich auf dem Borregaard-Areal kein guter Steuerzahler ansiedle, werde das auch so bleiben.

Fussgängerstreifen versetzen

Fest steht: Das Schulhaus muss erneuert werden, denn sowohl Hauptgebäude als auch Pavillon weisen bauliche Mängel auf. Der Kindergarten dagegen ist in einem guten Zustand. Eine Machbarkeitsstudie rechnet mit Investitionen von rund 12 Millionen Franken. Bis im Sommer will die Kommission Schulbauten dem Gemeinderat das Schulraumkonzept sowie eine Kostenschätzung vorlegen. Dann kann die Realisierung in Angriff genommen werden.

Zu diskutieren gab am Montagabend auch die Versetzung des Fussgängerstreifens auf der Derendingenstrasse. Sowohl die Einwohnergemeinde wie die katholische Kirchgemeinde als auch die Genossenschaft Wohnen im Alter wünschen sich eine Versetzung nach Süden. Die Planungs- und Umweltschutzkommission soll nun die Planung an die Hand nehmen und Kosten aufzeigen.

«Gemeindeautonomiefeindlich»

Weiter nahm der Gemeinderat Stellung zum Projekt Regionale Trägerschaften, das auf einer Motion im Kantonsrat basiert. «Da bestehen Tendenzen, die wir als Gemeinde gut im Auge behalten müssen», sagte Ochsenbein. Er zeichnete ein Szenario auf, bei dem die ganze Region über ein Geschäft abstimmt, ohne dass die Gemeinden Einfluss darauf hätten. «Und dann können wir nur noch zahlen». Die Umfrage des Kantons sei zwar nur ein Pulsmesser, könne aber als Grundlage für richtungsweisende Entscheide gebraucht werden. Auf dem Gebiet der Raumplanung könne man sich eine regionale Zusammenarbeit vorstellen, nicht aber in politischen und finanziellen Bereichen. Gar von einem «gemeindeautonomiefeindlichen» Papier sprechen die Mitglieder der Planungs- und Umweltschutzkommission.

Zum Schmunzeln brachte die Gemeinderäte eine Pendenz aus dem Jahr 2000. So ist der Revisionsstelle aufgefallen, dass für die Erstellung des Dorfplatzes keine genehmigte Abrechnung vorliegt. Froh darüber, dass die Fasnacht gerade vorbei ist, hat der Rat die Abrechnung über rund 232000 Franken diskussionslos genehmigt. Kritisiert wurde hingegen die Planung der AEK, wann welche Etappen der Fernwärmeleitung realisiert werden. Die Arbeiten an der Friedhofstrasse machen eine Teilsanierung der Elektra-Leitungen nötig. Weil dies einen Nachtragskredit zur Folge hat, will die Gemeinde mit der AEK nun eine Bevorschussung aushandeln. Und sie fordert, dass die Etappierungspläne frühzeitig kommuniziert werden.

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