Hockey fights cancer

Wie ein kleines Mädchen den bösen Buben die Show stiehlt – und dafür Roman Josis Stock bekommt

Kendall James darf an diesem Abend den Puck einwerfen.

Kendall James darf an diesem Abend den Puck einwerfen.

Eishockeyspieler sind harte Kerle. Und die härtesten spielen in der NHL. Als der Stadionspeaker aber die Geschichte der kleinen Kendall James erzählt, ist nicht nur das Publikum gerührt.

Normalerweise gilt der Applaus in den amerikanischen Hockey-Stadien den NHL-Stars. Für einmal klatschten diese aber selber: Sie applaudierten der jungen Kendall James, die 43 Wochen lang wegen ihrer Krebserkrankung in Behandlung war, mehrere Operationen und Chemotherapie über sich ergehen lassen musste. 

Vor dem Spiel traf sie den Schweizer Captain der Nashville Predators, Roman Josi, und wünschte ihm viel Glück für das Spiel.

Dann eröffnete Kendall den Match symbolisch, indem sie den Puck zwischen den beiden Teamcaptains einwarf. Natürlich durfte sie den Puck als Erinnerung behalten, aber nicht nur das: Josi überreichte ihr auch gleich seinen Stock. Danach klatschte das Mädchen, das den meisten Hockeyspielern nur gerade bis zur Hüfte reicht, mit der ganzen Mannschaft ab – selbst die harten NHL-Stars haben einen weichen Kern.

Der Anlass fand im Rahmen des Projekts «Hockey fights cancer» statt, das Geld für die Krebsforschung sammelt. Brian Boyle, Captain der New Jersey Devils, einst selbst von Krebst betroffen, sagte nach dem Spiel zu einem Reporter: «Es war toll für mich, Kendall zu treffen. Ich applaudiere den Familien, die das durchmachen müssen. Den Ärzten und Krankenschwestern, die ihr Leben dem Kampf gegen den Krebs verschreiben. Das sind Leute, die wirklich gefeiert werden müssen.»

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